Blitzer: Amt wird Abzocke vorgeworfen

Heftige Debatte über zwei Anlagen in Lichtenwalde

Lichtenwalde.

Teure Bilder gibt es auf der Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde. Der Bericht über die Inbetriebnahme der beiden stationären Blitzer auf dem Autobahnzubringer in Richtung Oberlichtenau in der Mittwochausgabe der "Freien Presse" hat eine Debatte ausgelöst. So diskutierten die Nutzer des sozialen Netzwerks "Facebook" über den Nutzen der Anlage, deren Besitzer der Landkreis Mittelsachsen ist.

Viele bezeichneten den stationären Blitzer innerorts als Abzocke. So schrieb ein Nutzer: "... in meinen Augen ist das Abzocke, mehr nicht. Es sollte vielleicht mal überlegt werden, Blitzer vor Schulen, Kindergärten und verkehrsberuhigten Zonen zu installieren. Aber nicht so." Die Gegenseite bestätigte, dass es auf dem kurzen Abschnitt in Richtung Bundesstraße 169 immer wieder zu Unfällen kommt. Es musste gehandelt werden, denn für die Polizei galt dieser Streckenabschnitt seit Jahren als Unfallschwerpunkt. So begründete die Kreisverwaltung die Entscheidung für den Bau der stationären Blitzer. Häufigste Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit gewesen. Diskutiert wird im Netz, wie auch in Lichtenwalde selbst, aber nicht nur über den Sinn der Radarfalle: Anwohner kritisieren, dass der graue Kasten die Sicht behindere, wenn man von der August-Bebel-Straße auf die Staatsstraße abbiegen will. Das Amt sieht das anders: Bei der Planung der Anlage sei berücksichtigt worden, dass nichts die notwendige Sicht beeinträchtige, hieß es dazu aus Freiberg.

Stationäre Blitzer des Landkreises Mittelsachsen gibt es in Burgstädt, Mittweidaer Straße (an der Förderschule, beide Fahrtrichtungen), in Flöha, Augustusburger Straße/in Höhe Haus Nr. 101 (in Richtung Augustusburg), in Memmendorf an der Bundesstraße 173 (in Richtung Chemnitz), in Schlegel an der B 169 (beide Fahrtrichtungen), in Lichtenwalde (beide Fahrtrichtungen), in Greifendorf an der B169 (beide Fahrtrichtungen) sowie in Leisnig, Colditzer Straße, Höhe Helios-Klinikum (stadteinwärts).

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    0
    27121950
    17.10.2019

    Sinnvoller wäre ein Kreisverkehr gewesen. Der Platz ist da. Sinnloses Geld wurde bereits verschleudert, in dem man ja die Fahrbahn vor Jahren abgesenkt hatte. Die Blitzer wirken nur für ortsansässige Verkehrsteilnehmer. Fremde rasen weiter, sie erwischt es eben nur. Es stimmt auch, dass der Blitzer die Sicht aus Lichtenwalde versperrt, auch wenn das Amt dies anders sieht, wahrscheinlich saßen sie im LKW.



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