Brände halten Einsatzkräfte in Atem

Ein Stall und eine Laube in Augustusburg sowie eine Wiese in Flöha sind am Wochenende in Flammen aufgegangen. In einem Fall ermittelt die Kripo.

Augustusburg/Flöha.

Gleich zwei Brände haben sich am Wochenende in Augustusburg und Flöha ereignet. Während am Samstag in Augustusburg ein Kaninchenstall und eine Laube brannten, ging gestern Vormittag in Flöha eine Wiese in Flammen auf. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Der Lauben-Brand wird die Polizei aber noch länger beschäftigen. Denn Augenzeugen haben eine merkwürdige Beobachtung gemacht.

Kurz nach 19 Uhr waren am Samstag die Einsatzkräfte alarmiert worden, weil auf dem Grundstück der freiwilligen Feuerwehr in Augustusburg an der Straße Siedlung ein Brand ineiner Laube entdeckt worden war. Die Ortsfeuerwehren Augustusburg, Hennersdorf und Erdmannsdorf rückten daraufhin aus. Der Brand war auf dem Eckstück des Feuerwehrgeländes in einem privat genutzten Garten ausgebrochen. Als die Feuerwehrleute am Ort des Geschehens eintrafen, hatten Nachbarn und Gäste, die nebenan bei einer Schulanfangsfeier in der Sporthalle waren, bereits die 16 Kaninchen aus dem brennenden Stall gerettet. "Jeder hat sich ein Kaninchen geschnappt. Die Tiere haben gekratzt und gezappelt", erzählt eine Helferin. Sie und ihre etwa zehn Mitstreiter setzten die Tiere in einen Anhänger, der auf dem Grundstück stand. Später organisierte jemand eine Kiste für die verängstigten Kaninchen. Zudem holten die Helfer Gartengeräte und Spielzeug aus der Laube. Beim Retten des letzten Tieres hörten die Helfer einen Knall aus einem Schuppen. Die Laube und der Stall brannten nieder. Durch den beherzten Einsatz der Bürger und das schnelle Reagieren der Feuerwehrmänner konnte aber Schlimmeres verhindert werden. Laut René Gläser, Leiter der Augustusburger Wehr, waren 29Kameraden im Einsatz. Gegen 20 Uhr war alles gelöscht.

Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz entstand Sachschaden von rund 10.000 Euro. Brandursachenermittler kämen zum Einsatz, die Kripo ermittele. Denn Zeugen hatten zwei Jugendliche vom Brandort weglaufen sehen.

Eine 18-Jährige und ihr 16-jähriger Freund* waren zur Brandzeit mit ihren Fahrrädern an der Half-pipe an der alten Turnhalle. Die junge Frau sagte zu "Freie Presse": "Wir saßen gerade, weil ich hingefallen war. Da kamen zwei Jugendliche - ein Mädchen und ein Junge - aus Richtung Feuerwache. Sie blieben kurz an der Halfpipe stehen und gingen dann zügig weiter. Als wir kurz darauf heimfahren wollten, stieg leichter Rauch aus der Ecke bei der Feuerwache auf. Wir dachten, dass dort jemand grillt. Als wir auf dem Feldweg Richtung Grünberg fuhren, sahen wir aber, dass es mehr qualmte und sind umgedreht. Wir wollten gerade die Feuerwehr rufen, als Nachbarn gerannt kamen und sagten, dass die Feuerwehr informiert ist." Zu dem Zeitpunkt habe es fast nur gequalmt, das Feuer sei sehr klein gewesen. Deshalb hätten sie kurz entschlossen alles Mögliche aus der Laube geholt und - als das Feuer größer wurde - die Kaninchen aus dem Stall neben der Laube. Dann übernahmen die Feuerwehrleute das Kommando; die Helfer wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Der Pächter des Grundstückes sagte gestern: "Ich danke allen Helfern für ihren Einsatz."

Unterdessen hat gestern am späten Vormittag eine trockene Wiese am Hochbehälter auf dem Plauberg in Flöha gebrannt. Die Freiwillige Feuerwehr Flöha war mit 13 Kameraden im Einsatz. "Es war relativ schnell gelöscht", hieß es aus der Feuerwehr. Nach dem Brand untersuchte ein Zweckverband-Mitarbeiter das Häuschen auf eventuelle Brandschäden. (mit hh)

* Namen der Redaktion bekannt

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1Kommentare
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    Interessierte
    13.08.2018

    Und das auch noch zum Schulanfang ...



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