Breitband: Kreis vergibt Aufträge für Ausbau

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Verfahren für die letzten vier noch offenen Teilgebiete abgeschlossen

Hartha.

Mit den Beschlüssen zur Vergabe von Konzessionen für die Errichtung und den Betrieb eines leistungsfähigen Breitbandnetzes in vier Regionen Mittelsachsens hat der Kreistag am Mittwoch über gewaltige Summen entschieden. Die geplanten Investitionen zum Ausbau des schnellen Internets in den bislang unterversorgten Gebieten belaufen sich in Summe auf rund 134 Millionen Euro insgesamt.

Damit sind nun auch die letzten vier Vergabeverfahren in den sieben sogenannten Clustern (Teilgebieten) einschließlich eines Sonderprojekts Schulen in Freiberg und Niederwiesa abgeschlossen. Die jüngsten Beschlüsse betreffen die Cluster C (Altmittweida, Lichtenau, Rossau), B (Döbeln, Kriebstein, Leisnig, Roßwein, Waldheim, Zschaitz-Ottewig), F (Bobritzsch-Hilbersdorf, Flöha, Frankenberg, Mulda, Weißenborn) und E (Großschirma, Oberschöna, Reinsberg). Den Zuschlag für die Konzessionen in diesen vier Gebieten hat das Unternehmen eins energie in Sachsen GmbH & CoKG erhalten. 31 Städte und Gemeinden haben die Koordinierung des Breitbandausbaus dem Landkreis übertragen, der sie zu sechs separaten Gebieten (Clustern) zusammengelegt hatte, um die Aufträge für Unternehmen attraktiver zu machen. Von den geplanten Investitionskosten trägt der Landkreis zehn Prozent. Der Bund trägt mit 50 bis 70 Prozent den Löwenanteil, der Freistaat stockt auf bis zu 90 Prozent auf.

Zum weiteren Ablauf erklärte Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (CDU), dass die Beschlüsse zur Vergabe der Ausbaukonzessionen in Regie des Landkreises noch nicht bedeuten, "dass morgen überall schnelles Internet anliegt". So liegen zu den vier am Mittwoch behandelten Teilgebieten die endgültigen Zuwendungsbescheide der Fördermittelgeber noch nicht vor. Nach früheren Informationen des Breitbandkoordinators des Kreises, Mattias Borm, sei realistisch 2022 mit ersten Baumaßnahmen zu rechnen.

Die Kreisverwaltung hatte als Ziel formuliert, dass der Breitbandausbau in Mittelsachsen für 26.000 Anschlüsse bis Ende 2024 abgeschlossen sein soll. Die Projekte zum Glasfaserausbau in Regie der Kreisverwaltung betreffen Internet-Anschlüsse mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde. Diese könnten dann Geschwindigkeiten von 1 Gigabyte pro Sekunde erreichen. Die Kosten bezifferte der Landkreis auf insgesamt rund 235 Millionen Euro.

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