CDU will im Stadtrat absolute Mehrheit

Der Kommunalwahlkampf in Flöha ist eröffnet. Die Union legt eine Liste mit 17 Kandidaten und einigen neuen Gesichtern vor.

Flöha.

Die Christdemokraten haben am Dienstagabend im Sportcasino ihre Kandidaten für die Stadtratswahl am 26. Mai in Flöha gekürt. Die von den zehn Mitgliedern einstimmig bestätigte Liste umfasst 17 Kandidaten, acht davon sind bislang keine Stadträte. Aktuell hat die CDU mit elf Sitzen die Mehrheit im Stadtrat. Ziel ist nach Aussage des Stadtverbandsvorsitzenden Joseph Walthelm die absolute Mehrheit. Das wären mindestens zwölf der insgesamt 22 Sitze im Stadtrat.

Neben dem Fraktionschef Kurt Lange kandidieren auch die Stadträte Dietmar Garbe, Gunter Pech, Hartmut Franke, Joseph Walthelm, Peter Richter, Hans Nagel, Tilo Walther aus Falkenau und Bernd Goebel erneut. Neu im Rennen um einen Platz im Stadtrat sind Michael Moosdorf, CDU-Kreisvorstand und Kreisrat, der Erzieher Benjamin Daher (32), der seit vier Jahren in Flöha lebt, Uwe Kramer (51), leitender Angestellter beim Energieversorger Envia M und Vorstandsvorsitzender des Fördervereins für Nachwuchssport, Uwe Wagner (53), der im Schulamt in Chemnitz arbeitet, Thomas Neuber (28), Zeitsoldat und Feuerwehrmann, Olaf Schreiber (59), der das christliche Profil der Fraktion stärken möchte, Thomas Oehme (54), Projektingenieur sowie Mike Rößler (38), der als Kfz-Ingenieur die GTÜ-Prüfstelle an der Bahnhofstraße in Flöha führt.


Alle anwesenden Bewerber konnten sich zur Wahlversammlung vorstellen. Nur sechs der 17 nominierten Kandidaten sind auch Mitglied der CDU. Dass ausschließlich Männer auf der Liste stehen, bedauert Joseph Walthelm. "Wir haben mehrere Frauen angefragt", sagt der Stadtverbandsvorsitzende achselzuckend. "Aber alle hatten schon zu viele andere Aufgaben und kein Interesse an einer Kandidatur." Erappellierte mehrfach an den Zusammenhalt der Kandidaten im anstehenden Wahlkampf.

Mit der CDU hat die zahlenmäßig stärkste Fraktion im Stadtrat mit der Nominierung ihrer Kandidaten den Kommunalwahlkampf eingeläutet. Die anderen im Stadtrat vertretenen Parteien sind indes noch nicht so weit. Bei den Linken (aktuell drei Sitze) wird es am Freitag eine erste Sondierung geben, sagte Fraktionschef Dietmar Grunert. Er selbst werde wieder antreten, sagt Grunert. Die Kandidatenliste werde von einer Mitgliederversammlung beschlossen. Mit dem Wechsel des früheren Fraktionsvorsitzenden Volker Holuscha 2015 ins Oberbürgermeisteramt haben die Linken freilich ihr Zugpferd verloren. Holuscha holte 2014 zur letzten Kommunalwahl 1650 Stimmen. Das waren mit Abstand die meisten Stimmen, was den Linken vier Mandate bescherte.

Bei der Kommunalwahl entscheidet die Gesamtzahl der Stimmen für eine Partei oder Wählervereinigung über die Anzahl der Sitze. Welche Kandidaten die Sitze belegen, ist von der Anzahl der persönlich errungenen Stimmen abhängig. Die Platzierung auf der Liste spielt im Gegensatz zur Landtags- oder Bundestagswahl dabei keine Rolle.

Die AfD wird ihre Kandidaten für den Stadtrat in der letzten Februar-Woche küren. Alle drei aktuellen Stadträte treten wieder an, sagte Fraktionschefin Romy Penz. Es gebe zudem mehrere Interessenten. Auch bei der FDP (aktuell ein Sitz) gibt es mehrere Bewerber für eine Stadtratskandidatur. Die Kandidaten werden am Dienstag gewählt, sagte die Vorsitzende des Ortsverbandes, Birgitt Röpke. Bei der SPD (aktuell drei Sitze) steht eine Zäsur an. Fraktionschef Dierk Schülke und Regina Rudolph treten nicht wieder an. Auf die Anfrage der "Freien Presse", wann die Sozialdemokraten ihre Kandidaten küren, gab es vom Ortsverein Flöha-Augustusburg-Niederwiesa bis Mittwoch keine Antwort.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...