Charakter eines Spaßbades soll bleiben

Marienberger "Aqua Marien" öffnet am 1. Juli - Saunen bleiben zu

Marienberg.

Wenn am 1. Juli das Marienberger Freizeit- und Erlebnisbad "Aqua Marien" nach mehr als drei Monaten coronabedingter Pause wieder öffnet, soll der Charakter eines Spaßbades erhalten bleiben. Weil die Festlegungen im Hygienekonzept möglicherweise für die gesamte Dauer der Coronapandemie ihre Gültigkeit behalten, galt es, mit geeigneten Schutzvorkehrungen von Beginn an ein möglichst umfangreiches Unterhaltungsangebot genehmigen zu lassen, teilen die Stadtwerke Marienberg, Betreiber der Einrichtung, mit. Der endgültigen Bewilligung durch das Gesundheitsamt seien daher intensive Gespräche vorausgegangen.

Mit einer Besucheranzahl von höchstens 650 Personen, die sich gleichzeitig im "Aqua Marien" aufhalten dürfen, zeigen sich die Stadtwerke zufrieden. Damit sei das Gesundheitsamt dem Vorschlag der Betreibergesellschaft in vollem Umfang gefolgt. Reduziert wurden die Öffnungszeiten. Das Bad schließt vorerst schon 20 Uhr.

"Entgegen mancher Befürchtungen werden sich die Eintrittspreise im "Aqua Marien" auch zur Wiedereröffnung nicht erhöhen. Im Gegenteil, die befristete Senkung der Mehrwertsteuer geben die Betreiber als direkten Vorteil an ihre Gäste weiter", heißt es weiter.

Die organisatorischen und baulichen Gegebenheiten würden es Viren schwermachen, sich zu verbreiten, erklären die Stadtwerke zu den Sicherheits- und den Hygienestandards. In den Becken sorge etwa das Chlor im Wasser dafür, dass Viren keine Chance bekommen. Aerosole würden über die Abluftanlagen direkt über den Köpfen der Badegäste abgesaugt. Einer Anreicherung der Atemluft mit infektiösen Partikeln werde auf diese Weise entgegengewirkt.

Weiterhin geschlossen bleibt dagegen die Saunalandschaft. Wegen der baulichen Gegebenheiten wäre ein Betrieb im Interesse der Gäste nicht vertretbar, heißt es weiter. Grundsätzlich dürften nur drei der zehn Saunen betrieben werden, weil diese die geforderte Mindesttemperatur von 80 Grad Celsius überschreiten und keinen Dampf freisetzen.

Da rechtlich untersagt, müsste jedoch auf Aufgüsse und das Wedeln verzichtet werden. Zudem würden in den Kabinen die Abstandsregeln dazu führen, dass mitunter nur zwei bis drei Personen zur gleichen Zeit Zutritt hätten. (bz)

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