Corona-Pilotprojekt startet in Augustusburg

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat am Mittwoch in Augustusburg eine neue Warnmöglichkeit in der Pandemie vorgestellt.

Augustusburg.

Ein geplantes Pilotprojekt zur Warnung vor möglichen Corona-Infektionen hat Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) in Augustusburg vorgestellt. Bei ihrem Besuch bei ihrem Parteikollegen Bürgermeister Dirk Neubauer kündigte die SPD-Frau ein Pilotprojekt für den Freistaat an. Das Projekt soll in der mittelsächsischen Stadt seinen Anfang nehmen.

Gemeinsam mit einem sächsischen Unternehmen wurde ein Gerät entwickelt, das ähnlich wie die Corona-Warn-App der Bundesregierung das Nachvollziehen der Infektionsketten und Risikobegegnungen erleichtern soll. Doch für die App gab es reichlich Kritik, denn längst nicht jeder besitzt ein Smartphone, auf dem die App funktioniert.

Die Idee hinter dem Corona-Warn-Buzzer: Das Gerät verbindet sich via Bluetooth mit anderen Buzzern und Smartphones. Dabei zeichnet es die Kontakte auf, ohne sich beispielsweise den Ort der Kontakte zu merken. Ist der Warn-Buzzer eine bestimmte Zeit nah dem Gerät einer infizierten Person, dann informiert der Buzzer seinen Besitzer mit einem Ton und Licht. Wichtig ist eine solche Alternative auch, weil insbesondere Kinder und Senioren nicht immer ein Smartphone besitzen, so Köpping. Daher sei eine lückenlose Verfolgung der Infektionsketten nicht möglich. An der Entwicklung ist der Sächsische Datenschutzbeauftragte beteiligt. "Es ist mir wichtig, dass wir derartige Fragen klären. Aber unser Vorteil ist, dass wir an Apple oder Google vorbeikommen", sagte die Ministerin. Voraussichtlich ab Herbst sollen Geräte in Augustusburg ausgegeben werden, um sie für die Praxis zu testen.

Auch das Augustusburger Gymnasium besuchte die Ministerin. Dabei ging es um den Corona-Ausbruch vor einigen Wochen. "Es ist wichtig, dass wir aus den Erfahrungen lernen, damit wir uns gut für den Schulbeginn vorbereiten können." Denn auch im neuen Schuljahr sollten Ansteckungen möglichst gering ausfallen, sagte Köpping. "Wir werden sicher wieder neue Fälle verzeichnen, wir sind immer noch in der Pandemie. Aber es geht darum, Infektionen einzudämmen."

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.