Covid-Ex-Projekt in Augustusburg zeigt: Viele Tests treiben Inzidenz nicht zwangsläufig nach oben

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Waren es anfangs vor allem auswärtige Besucher, die sich testen ließen, nutzten im Wochenverlauf auch zunehmend Augustusburger die Testmöglichkeit. Für große Aufregung sorgten vor allem zwei positive Tests von Mitarbeitern einer örtlichen Gaststätte.

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1111 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    0
    Dickkopf100
    13.04.2021

    @Mittelständisch. Mein Vorwurf sollte nicht die Leute treffen, die zur Arbeit gehen, sondern den Firmen und der Politik. Die Firmen müssten bei einem "richtigen" Lockdown schließen und die Arbeiter müssten zu Hause bleiben. Die Verdienstausfälle müssen von der Regierung ausgeglichen werden, für die Großkonzerne werden ja auch auf "die Schnelle" Milliarden locker gemacht. Wo infizieren sich denn die Menschen, wenn nicht auf Arbeit? So viel Logik sollte doch wohl jedem klar sein.
    Aber wie immer: Wirtschaft steht über allem, wenn sie nur eine gute Lobby besitzt. Dass durch das Hin und Her sich alles viel zu lange hinzieht und dadurch grade die Kleinunternehmer kaputt gehen, das interessiert die Politik nicht. Ist das so schwer zu verstehen?

  • 8
    5
    Erzieher
    12.04.2021

    Nicht die vielen Tests treiben die Infektionszahlen in die Höhe. Das sind die Menschen selbst, das ist Sachsens Politik. Die Infektionsrate ist da, ob mit oder ohne Tests. Sachsen, insbesondere in einigen bestimmten Landkreisen stellt man sich weiter stur und hat wohl immer noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht.
    Insbesondere der Kurs in Bildungseinrichtungen ist politisch verantwortungslos und nicht mehr nachvollziehbar. Gerade Kindertagesstätten sind Startlinien für großflächige Virusverbreitungen. Weder ein Herr Kretschmer noch ein Herr Piwarz oder eine Frau Köpping hat bisher vermochte hier zielgerichtet gegen zu steuern. Eine Testselbstauskunft oder allgemeine Tests der Eltern sind hier wohl als schlechter Scherz gedacht...?! Wer weiß, wie lange sich das pädagogische Fachpersonal in Kitas das noch gefallen lässt......
    Mit Lockdown oder Einschränkungen zur Eindämmung, die schnell, effektiv und zielgerichtet wirken, hat Sachsen nicht wirklich viel am Hut..

  • 21
    11
    Mittelständisch
    11.04.2021

    @Dickkopf100
    […]die meisten noch in die Betriebe rennen[…]

    Sachsen ist als die verlängerte Werkbank vieler Unternehmen bekannt. Viele Menschen erlauben sich also Ihrer Meinung nach die Frechheit ihr Lebensunterhalt durch Arbeit zu bestreiten.

    Es gibt viele Berufe die gehen nicht im Home-Office. Es ist also jetzt nicht zwangsweise ein wollen, sondern oft wohl eher ein müssen.

  • 45
    23
    Dickkopf100
    11.04.2021

    Ist schon lustig, dass im ganzen Land die Inzidenzen steigen, aber keiner das so richtig wahrhaben will. Und einigen Usern hier, welche über einen Lockdown jammern, kann ich nur fragen: Welchen Lockdown? Einen richtigen Lockdown mit allen Konsequenzen hatten wir doch noch gar nicht. Hätten wir einen gehabt, wären wir wohl schon über das Schlimmste hinweg. Dieses derzeitige halbherzige Rumgetüdel hat nichts mit Lockdown zu tun. Nicht solange die meisten noch in die Betriebe rennen und täglich die öffentlichen Verkehrsmittel voll sind. Ganz zu schweigen von den bald wieder vollen Schulbussen. Aber vielleicht kommt bald ein Lockdown, wenn die Politiker es schaffen ihre Köpfe aus dem Enddarm der Wirtschaft zu ziehen. Aber kaum denkbar in unserer Lobbyistenrepublik...

  • 40
    2
    chemnitzmischa
    11.04.2021

    Dass bereits jetzt Schlussfolgerungen wie in der Überschrift gezogen werden, ist voreilig. Der Modellversuch läuft erst einige Tage, da kann noch keine auswertbare Studienlage vorliegen. Darüber hinaus widerspricht es schon rein statistischen Gesetzmäßigkeiten, dass bei höherer Zahl von Tests die Zahl der positiven Ergebnisse nicht ansteigen soll. Das wäre theoretisch möglich, aber nur bei Dunkelziffer Null!

    Das ist wie mit den "Erfahrungen aus dem familiären Bereich". Auch das sind Einzelergebnisse, die ohne ausführliche Studie kein belastbares Wissen liefern können. Unsere Familie hatte wesentlich bessere Erfahrungen mit Selbsttests: eine Person nach Ansteckungsverdacht als positiv identifiziert (späer durch Symptome bestätigt) konnte dadurch rechtzeitig in Quarantäne gehen, so dass es keine weiteren Asteckungen gab. Tests schaffen wegen der möglichen Fehler zwar keine absolute Gewissheit, liefern aber hohe Wohrscheinlichkeiten, die eine weitere Untersuchung rechtfertigen.

  • 54
    17
    RSt
    11.04.2021

    @fpleser65:
    Dann werden Sie sich zeitnah für einen Crashkurs "Krankenpflege" anmelden, um demnächst ehrenamtlich auf überlaufen Krankenstationen auszuhelfen? Die Mitarbeiter dort wünschen sich bestimmt auch mal wieder Urlaub! ;)
    Ich verstehe, dass Sie vom Lockdown genervt sind. Bin ich auch! Auch glaube ich, dass der Lockdown (bzw. die ganze aktuelle Situation) noch einige schlimme Folgen haben wird.
    Aber ihr alternativer Weg erscheint mir als noch gefährlicher.
    Zu den Tests: Ja, sie sind ungenau. Aber: Zumindest ein unkomplizierter Weg, um weitere Infektionen (eventuell) zu erkennen.

  • 49
    16
    tbaukhage
    11.04.2021

    @fpleser65: Am besten, die ganzen Tests abschaffen! Dann haben wir eine Inzidenz von Null, wir brauchen weder Lockdown noch Masken und das Virus ist besiegt!
    Die Welt ganz so einfach sein...

  • 72
    17
    DerGebirger
    11.04.2021

    @jke:
    Dann erläutern Sie doch bitte mal im Detail, wo Sie das Problem bei „den Wissenschaftlern“ sehen und lassen Sie uns an Ihrem Wissen teilhaben.

    @fpleser65:
    Von fehlerhaften Tests innerhalb der Familie auf die generelle Unbrauchbarkeit der Schnelltests zu schließen, finde ich gewagt (Aber ja die Schnelltest haben eine leicht höhere Fehlerquoten als PCR Test, aber sie dienen ja nur als erster Indikator).

    Wenn Sie sagen, man solle den Lockdown einfach komplett beenden, hätten Sie dann auch eine entsprechende Lösung für die immer mehr volllaufenden Intensivstationen und die Ärzt*innen und Pflegekräfte, die jetzt schon am Limit arbeiten?
    Dinge zu fordern ist einfach...

  • 18
    0
    692795
    11.04.2021

    "Wie lange das Pilotprojekt fortgesetzt werden kann, ist ungewiss. Gradmesser bleibt die Anzahl der belegten Intensivbetten in den sächsischen Krankenhäusern.Wird die Zahl 1300 überschritten, muss das Öffnungsprojekt gestoppt werden."

    (2) Abweichende Maßnahmen nach den §§ 8 bis 8c und § 8g sind nicht zulässig, wenn das festgelegte Maximum an belegten Krankenhausbetten an durch mit COVID-19 Erkrankten in der Normalstation von 1300 Betten (maximale Bettenkapazität) im Freistaat Sachsen überschritten wird. (§ 8f Abs. 2 SächsCoronaSchutzVO)

    Es wäre schön, wenn Autoren von Artikeln vor dem Schreiben etwas genauer recherchieren würden .... es gibt einen Unterschied zwischen Intensivbetten und Betten auf Normalstationen - die besagten 1.300 Betten.

  • 61
    113
    fpleser65
    11.04.2021

    Jede Form den Lockdown abzuschwächen begrüße ich grundsätzlich. Nur dieser Testmarathon in dem Zusammenhang ist im Grunde Unfug. Ein Beispiel aus dem Familienkreis zeigt, dass die Schnelltests eine hohe Fehlerquote aufweisen und entweder trügerische Sicherheit vorgaukeln oder unnötig Panik verbreiten. Einfach den unnützen aber für viele Menschen schädlichen Lockdown beenden ,ohne wenn und aber, ist das dringende Gebot der Stunde und das nicht nur in Augustusburg, sonder überall in Deutschland.

  • 42
    62
    jke
    11.04.2021

    Von Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik haben diese „Wissenschaftler“ wohl noch nichts gehört?