Die Dorfjugend ist Feuer und Flamme für das Ehrenamt

Heute ist Kindertag Statt vor dem Computer zu hocken, engagiert sich der Nachwuchs im kleinen Ort Wingendorf in der örtlichen Feuerwehr. Und das mit großem Erfolg: Die Mitgliederzahl steigt.

Wingendorf.

Als die anderen Dorfbewohner zu Besuch im Zeltlager der jungen Feuerwehrleute waren, sind diese gleich mal auf die Pirsch gegangen. "Wir haben schon nach neuen Mitgliedern Ausschau gehalten. Und die Vier- bis Fünfjährigen waren durchaus begeistert", sagt Nico Glöß. Und der neue Jugendwart der Wingendorfer Wehr meint das richtig ernst. "Wir wollen unsere Erfolgsgeschichte fortschreiben", sagt der 21-Jährige.

Er selbst war dabei, als 2010 eine Jugendwehr in der 200-Seelen-Gemeinde gegründet wurde. Mit zehn Mädchen und Jungen hat es damals unter der Regie des heutigen Wehrleiters Karsten Moos angefangen. "Wir sind dann von Haus zu Haus gegangen und haben Werbung für unsere Truppe gemacht", erzählt Nico Glöß. "Schließlich ist die Jugendfeuerwehr eine sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder in kleinen Dörfern wie unserem."


Bei Dorffesten gab es zudem Schauübungen und Spiele, mit denen den jüngsten Wingendorfern gezeigt wurde, wie wichtig die Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute ist. Und der Aufwand hat sich gelohnt: Mittlerweile hat die Jugendwehr 18 Mitglieder im Alter von acht bis 18 Jahren. Mit einem beachtlichen Frauenanteil: "Acht Mädels sind dabei", sagt Nico Glöß, die die Jugendwehr seit März dieses Jahres leitet.

Auch seine Stellvertreterin ist eine junge Frau: Die 20-jährige Maxie Spillner hat 2010 gemeinsam mit Nico Glöß angefangen, die Jugendfeuerwehr aufzubauen. Gemeinsam sind sie inzwischen Teil der aktiven Wehr, ebenso wie vier andere Mitglieder, die im Jugendbereich begonnen haben.

"In den vergangenen Jahren haben wir neben der erfolgreichen Nachwuchsgewinnung auch bei vielen Wettkämpfen sehr gut abgeschnitten", sagt Nico Glöß. Im Vordergrund stehe aber die Ausbildung in der Feuerwehr, so zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse. Und der Spaß darf bei all dem nicht zu kurz kommen.

So wie vor einer Woche bei einem Zeltlager in Wingendorf, das die Jugendfeuerwehr selbst organisiert hatte. Hauptverantwortlicher war Nico Glöß, der mit seinen 21Jahren durchaus andere Interessen am Himmelfahrtstag haben könnte. "Statt mit dem Bollerwagen durch die Gegend zu ziehen, habe ich mich aber viel lieber um unsere Kinder und Jugendlichen gekümmert", sagt er.

Und so durften die Wingendorfer Nachwuchsfeuerwehrleute von Donnerstag bis Samstag ereignisreiche Tage erleben. Infos zur Geschichte der Wehr, Schauvorführungen der Feuerwehrleute aus Oederan und vieles mehr standen dabei auf dem Programm. Und schon am 17. Juni wird wieder gezeltet. Dann im Oederaner Erlebnisbad und gemeinsam mit Jugendfeuerwehren aus den anderen Oederaner Ortsteilen. "Dazu wird es dort einige Wettbewerbe geben", sagt Nico Glöß, der sich schon auf diese und viele weitere Veranstaltungen mit "seiner" Jugendfeuerwehr freut. Um den Nachwuchs in seinem Heimatort muss ihm dabei nicht bange sein.

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