Die Falknerei auf Schloss Augustusburg gibt es nicht mehr

Der Vertrag zwischen Schloss und Falkner ist seit dem 31. Dezember beendet.

Augustusburg.

Über dem Schloss Augustusburg werden keine abgerichteten Falken, Bussarde, Adler und Geier ihre Runden mehr drehen. Falkner Michael Löbel hat das Schloss auf dem Schellenberg verlassen. Im gegenseitigem Einvernehmen sei der Vertrag zwischen dem Sächsischen Adler- und Falkenhof und den Schlossbetrieben zum 31. Dezember 2018 beendet worden. So heißt es in einer Mitteilung der Schlossbetriebe. Man danke Falkner Michael Löbel für die jahrelange Zusammenarbeit.

Zeit für einen Neuanfang: Michael Löbel hatte bereits 2017 begonnen, seine Greifvögel schrittweise nach Wolkenstein umzusiedeln. Zur Begründung hieß es, über dem Schloss auf dem 80 Meter hohen Gneisfelsen herrschten gute Windbedingungen. Durch Aufwinde könnten die Vögel sicher in ihr neues Zuhause steuern.

Die Falknerei hat in Augustusburg eine lange Tradition. Bereits kurz nach der Fertigstellung des Jagdschlosses 1572 ist ein Falkner urkundlich nachweisbar, heißt es in der Pressemitteilung der Schlossbetriebe. Der Falkner habe die Aufgabe gehabt, 14 Falken für die Jagd zu halten. Löbel hatte die Falknerei 1992 gegründet. Zum Falknerhof zählen aktuell etwa 20 Greifvögel, die ab die Frühjahr in der Anlage gezeigt werden. Für ein Statement zu seinem Weggang war Falkner Michael Löbel für die Redaktion trotz mehrmaliger Versuche nicht zu erreichen.

In der Mitteilung der Schlossbetriebe heißt es weiter, dass die historische Schlosslinde von 1421 durch diese Veränderung nun für die Besucher wieder weitgehend uneingeschränkt zugänglich sei. Durch den Auszug der Falknerei aus dem Torhaus herrsche zudem Baufreiheit für die laufenden Umbauarbeiten auf dem Schlossgelände. Bereits Ende 2018 konnte die Nordbrücke zwischen Torhaus und Nordtor für eine Million Euro fertiggestellt werden. Derzeit laufen Restarbeiten.

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