Die Zeichen stehen auf Sanierung

Schöne Aussicht auf Oederan gefällig? Dann lohnt ein Blick ins Haus An der Spüle 1. Doch nicht nur dort wird gebaut.

Oederan.

Konstante Mieten bei 4,60 Euro pro Quadratmeter, ein stabiler Wohnungsbestand, doch ein anhaltend hoher Leerstand: Vor diesem Hintergrund baut Sophie Zeller auf Sanierung. "Wir setzen im neuen Jahr dort fort, wo wir 2018 begonnen haben", sagt die Geschäftsführerin der Stadtbau- und Wohnungs- verwaltungsgesellschaft Oederan (SWG). Mit 929 eigenen und circa 630 verwalteten fremden Wohnungen ist das kommunale Unternehmen Hauptanbieter von Mietwohnungen in der Stadt. Der SWG-Marktanteil beträgt über 50 Prozent.

Die Schlüssel zu vier besonders schönen Wohnungen kann Sophie Zeller am Donnerstag übergeben: "Wir haben unser Großprojekt Hauboldmühle fertiggestellt", freut sich die Geschäftsführerin. Die Mieter wiederum können sich auf Wohnflächen von 75 bis 120 Quadratmeter freuen, verteilt auf Erd- und Obergeschoss sowie Maisonette in erstem und Obergeschoss. "Die letzte Kostenschätzung für die Sanierung dieses innerstädtischen Altbaus liegt bei 1,27 Millionen Euro", sagt die SWG-Chefin. Es flossen 330.000 Euro Fördermittel.


Nach demselben Modell und mit 500.000 Euro bewilligter Fördermittel aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" soll in diesem Jahr der ebenfalls in der Innenstadt gelegene Altbau An der Spüle 1 saniert werden. "Nachdem die Planung wegen Abstimmungen mit dem Denkmalschutz gestockt hatte, gehen die Ausschreibungen noch in diesem Monat raus", kündigt Sophie Zeller an. "Wir hoffen auf einen Baubeginn noch im Frühjahr." Für geplante 1,2 Millionen Euro sollen in dem Haus vier neue Wohnungen mit jeweils circa 75 Quadratmetern Fläche gebaut werden. Auf der Giebelseite entstehen große Balkone. Das Erdgeschoss wird altersgerecht und barrierearm saniert. Darüber hinaus bietet das Haus einen wunderschönen Blick über die Stadt.

Bewegung gibt es 2019 auch in den DDR-Neubaugebieten Oederans: Nachdem für die 120 Wohnungen Am Hang Ende 2018 Stellplätze entstanden, ist für dieses Jahr eine grundlegende Reinigung der Fassaden geplant. Weitere 135 Wohnungen hat die SWG in der Lessingstraße inklusive Heinestraße 59. "Am Block Lessingstraße 70 bis 76 haben wir die alten Fenster bereits ersetzt", sagt Sophie Zeller. "Nun wollen wir Brüstungen abbrechen und die angebauten Flächen erweitern, damit Balkone größer werden und unsere Mieter eine bessere Aussicht bekommen." Auch ein frischer Anstrich der Fassaden dürfte mehr Lebensqualität bringen. Das passiere alles, ohne dass die Mieter ausziehen müssen. Damit setzt die SWG ihre erste große Baumaßnahme in den Neubaugebieten fort. Leerstehende Wohnungen werden grundhaft saniert. Bei Bedarf und statischer Eignung können das Unternehmen auch Grundrisse verändern. "Wir streben hier eine Vollvermietung an", sagt die Geschäftsführerin mit Blick auf 23Prozent Leerstand.

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