Drittes Festival: "Es spricht sich herum"

Warum Berliner nach Eppendorf Feiern kommen und woran man merkt, dass man den richtigen Musikstil getroffen hat, verraten die "Berlin meets E-Town"-Organisatoren.

Eppendorf.

Marco Schulze muss erst einmal verarbeiten, was er in Eppendorf am Wochenende erlebt hat: "Das Feuerwerk kam gut an, das Essen auch - wie klasse alles war, realisiert man erst später." Mit seiner Veranstaltungsagentur "Einfach Kacke" unterstützt der Berliner den Jugendclub beim Festival "Berlin meets E-Town", das zum dritten Mal am Freibad gefeiert wurde. Er lobt vor allem die Atmosphäre: "Man fährt nicht geschafft, sondern mit einem guten Gefühl nach Hause." Das Menschen aus verschiedenen Regionen entspannt zusammen feiern, mache die Organisatoren stolz.

Stolz sind sie auch auf die etwa 20 Helfer, die im Hintergrund für reibungslosen Ablauf sorgten. "Der Aufwand ist immens, aber es lohnt sich", sagt Schulze. Er kümmere sich um die DJs, die Eppendorfer um Genehmigungen. Wenn er in Berlin eine Party organisiere, sei das eine von vielen. "Aber hier genießen die Leute, dass was los ist", sagt er. Das habe er auch in Gesprächen so gehört.


Damit es so bleibt, achten die Veranstalter auf die Lautstärke. "Bei uns hat sich niemand gemeldet", sagt Organisatorin Laura Kaden vom Jugendclub. 2018 seien aber Beschwerden eingegangen. "Es kommt auch auf den Wind an", sagt sie.

Von den Besuchern habe es Lob für die Musikauswahl und den Breakdance-Auftritt der Broken Beat Crew aus Frankenberg gegeben. 50, 60 Gäste waren extra aus der Hauptstadt angereist und haben nebenan gezeltet. "Es werden immer mehr Berliner", sagt Kaden, "Es hat sich herumgesprochen." Auch die 15 Minuten Regen am Samstag hätten der Stimmung keinen Abbruch getan. Nur das Konzept der zwei Bühnen sei nicht aufgegangen. "Viele haben nicht mitbekommen, dass es eine zweite Bühne gab", sagt sie.

"Mein schönstes Erlebnis war am Samstagnachmittag", erzählt Marco Schulze, "Als Micca auf der Hauptbühne Chill House aufgelegt hat, haben im Freibad auch die älteren Besucher mitgewippt. Die Sonne schien, die Musik war entspannt - damit haben wir nichts verkehrt gemacht." Ob es 2020 eine Neuauflage gibt, steht Kaden zufolge noch nicht fest: "Von unserer Seite gern", sagt sie. "Den DJs gefällt es bei uns immer gut. Die würden alle wiederkommen - weil es so schön familiär ist."

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