"Ein Format, das anscheinend gut funktioniert"

Nach dem letzten Konzert der Sommermusik in Flöha spricht Flöhas Kirchenmusiker Ekkehard Hübler über das Programm, das Publikum und eine Spendensammlung

Flöha.

Am Freitag endete die diesjährige Sommermusik in Flöha. Kantor Ekkehard Hübler wird fälschlicherweise oft als Initiator der Reihe genannt, die es jedoch bereits vor seinem Amtsantritt 2002 in Flöha gab. Zweifellos aber ist es sein Verdienst, dass es die Freitagabend-Konzerte noch gibt. Matthias Behrend sprach mit ihm.

Freie Presse: Zum Abschluss der Sommermusik gab es am Freitag in der Auferstehungskirche Musik für Flöte, Violine und Piano. War es ein guter Abschluss?

Ekkehard Hübler: Es war ein sehr schönes Konzert, gut besucht und mit einem schönen, abwechslungsreichen Programm, das von melancholischen bis zu fröhlich-heiteren Klängen reichte.

Seit wann gibt es eigentlich die Sommermusik in Flöha?

Das kann ich gar nicht genau sagen. Es gab sie jedenfalls schon, bevor ich hier in Flöha Kirchenmusiker wurde. Ich glaube, Initialzündung war der Einbau der kleinen Orgel in der Auferstehungskirche 1994.

Apropos Orgel - mit der Sommermusik werden auch Spenden für eine neue Orgel gesammelt. Wie ist der aktuelle Stand?

Wir sind bei knapp über 10.000 Euro. Ich meine, das kann sich für die Sammlung, die im Mai begonnen wurde, durchaus sehen lassen. Wobei wir natürlich nicht nur zu den Konzerten gesammelt haben.

Wie viel Geld wird für eine neue Orgel benötigt und warum ist sie erforderlich?

Wir brauchen etwa 40.000 Euro. Unsere Orgel ist reparaturbedürftig, aber der Orgelbauer meint, das lohne sich nicht. Wir möchten gern ein transportables Instrument, auf dem dann auch an anderer Stelle gespielt werden könnte. Der Traum wäre dabei ein stationäres Bass-Register.

Es gibt inzwischen mehrere Sommermusik-Reihen in der Region. Ist das ein musikalischer Trend?

Das weiß ich nicht. Es ist auf jeden Fall ein Format, das anscheinend gut funktioniert. Wobei die Reihen selbst doch sehr unterschiedlich sind. Ich kenne neben unserer Konzertreihe selbst noch die in Kleinhartmannsdorf. Die ist ähnlich.

Zurück nach Flöha. Welches Konzert war der Höhepunkt der diesjährigen Reihe?

Gemessen am Besucherandrang war es sicher Anfang Juli der Auftritt von Akonbrio, dem Akkordeonensemble der Musikschule Flöha. Wir hatten an die 100 Besucher und mussten sogar draußen Stühle aufstellen. Das war aber nicht schlimm, weil die Atmosphäre sehr schön war.

Gibt es Musiker, die alljährlich oder zumindest regelmäßig bei der Sommermusik in Flöha gastieren?

Wir sind immer sehr um Abwechslung bemüht. Das Chemnitzer Bläserquintett Penta Pneuma war jedenfalls schon häufig zu Gast.

Und das Publikum - sind das vor allem Stamm-Hörer?

Es gibt natürlich ein Stammpublikum. Oft bringen die Ensembles noch Besucher aus ihrem Umkreis mit. Bei Akonbrio waren es zum Beispiel sehr viele Verwandte und Freunde der jungen Musiker.

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