Ein Glücksgriff in Silbermetallic

Meine MZ: Marcel Hansen aus Dittmannsdorf hat nach langem Suchen endlich seine Jugendliebe zurück - eine ETZ 251. Und die ist auch noch im Originalzustand.

Dittmannsdorf.

Marcel Hansen hat lange warten und suchen müssen. Jetzt hat der 37-Jährige wieder eine: eine MZ. "Das war mein erstes Motorrad und so etwas wie meine Jugendliebe", sagt der Dittmannsdorfer. Bei dem "guten Stück" handelt es sich um eine ETZ 251 im Originalzustand. "Baujahr 89, eine der letzten, die gebaut worden", so Hansen stolz.

Gefunden hat der Dachdecker seine alte Liebe auf einer Auktionsplattform im Internet. "Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, mir wieder eine MZ zuzulegen. Wirklich gute, unverbastelte Maschinen und dazu noch zu einem normalen Preis sind selten geworden", sagt der Zweirad-Fan.

Im Frühjahr sei er schließlich fündig geworden. Im Norden Sachsens. Mit dem Verkäufer aus Oschatz sei er schnell einig geworden. "Ein Glücksgriff", sagt Hansen. Über den Preis schweigt er. Und da steht sie nun: eine 28 Jahre alte MZ ETZ 251. Wie aus dem Ei gepellt. Ein Schmuckstück in Silbermetallic. Oder, wie der neue Besitzer sagt: "Goldstaub".

Optisch unterscheide sich die 251er von der ETZ 250 durch einen anderen Tank und andere Seitendeckel, die der kleineren ETZ-125/ 150-Baureihe ähnlich seien. Ein verkürzter Kastenprofilrahmen sowie vorn ein 18-Zoll- und hinten ein 16-Zoll-Rad seien weitere Unterschiede zum Vorgängermodell. "Eine feine Maschine", sagt der Zweitakt-Fan. 21 PS stark, 130 km/h schnell.

Rund 15.000 Kilometer habe die MZ seit 1989 zurückgelegt. Nicht besonders viel, und das soll sich auch nicht groß ändern. "Ich hole sie nur ab und zu raus - und nur bei schönem Wetter", betont der Dittmannsdorfer. Zuletzt habe er seinen Schatz zum MZ-Treffen in Lauta ausgeführt.

Ins Gelände würde er mit dem Motorrad nie ausrücken, steht für den Hobby-Motocrosser und Freizeit-Enduristen fest. Dafür greift der Offroad-Fan aus dem Erzgebirge auf robustere Untersätze von jenseits der Alpen zurück. Die MZ ETZ 251 werde auf gar keinen Fall Dreck sehen. "Sie bleibt so, wie sie ist. Denn in diesem Zustand ist sie eine Rarität. Und an Wert wird sie auch nicht verlieren", ist Marcel Hansen überzeugt.


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