Ein Lebensretter für Flöha

Mein Flöha: Bei Rewe in der Alten Baumwolle steht nun ein Defibrillator bereit. Im Ernstfall ist so Hilfe möglich.

Flöha.

Der Aufbau dauerte 20 Minuten. Doch die Präsenz des neuen Gerätes, das sich seit Donnerstag im Rewe-Markt in der Alten Baumwolle Flöha befindet, kann Menschenleben retten. Die Björn-Steiger-Stiftung aus dem baden-württembergischen Winnenden hat einen Laien-Defibrillator aufgestellt, der bei Herzstillstand helfen soll.

"Die Handhabung ist relativ einfach. Das Gerät gibt klare Anweisungen, was zu tun ist", sagt der Projektkoordinator der Stiftung, Thomas Pflanz Mithilfe von Stromimpulsen in Kombination mit Herzdruckmassage bringt es ein aus dem Takt geratenes Herz wieder in den richtigen Rhythmus.

Für Flöha ist es nicht der erste Defibrillator dieser Art. Ein weiterer ist auf dem Gelände der Volkssolidarität an der Augustusburger Straße aufgestellt, stammt aber nicht von der Stiftung. Wie Pflanz mitteilte, habe der Defi eine Lebensdauer von vier Jahren. Die Mitarbeiter von Rewe würden zudem durch Sichtkontrolle regelmäßig die Funktionstüchtigkeit prüfen. "Nachdem wir in einem Einkaufszentrum in Freiberg einen Defibrillator aufgestellt haben, ist Flöha der zweite Standort in Mittelsachsen", sagt Pflanz.

Rewe-Marktleiter Ralf Ruscher musste nach einer entsprechenden Anfrage nicht lange überlegen, ob er der Stiftung die Aufstellung genehmigt. "Mein Vater hatte Herzprobleme. Deshalb weiß ich, wie wichtig schnelle Hilfe ist", sagt Ruscher. Seine Belegschaft erhielt von Stiftungsvertretern eine Einweisung. "Durch die Kurzschulung wollen wir eventuelle Hemmschwellen beim Thema 'Erste Hilfe' abbauen", so der Koordinator. Da das Gerät vor der Leergutannahme im Bäckerei-Bereich aufgestellt wurde, kann auch sonntags während dessen Öffnungszeiten auf den Helfer zurückgegriffen werden. "Aber ich will hoffen, dass wir den Defi nicht einsetzen müssen", sagt Ruscher.

Die Zahlen sprechen eine bedrohliche Sprache: Allein in Deutschland fordert der Herztod rund 100.000 Opfer pro Jahr. Dabei haben Betroffene bei schneller Hilfe eine realistische Überlebenschance.

Wie lebt es sich in Flöha? In ihrer Reihe "Mein Heimatort" geht die "Freie Presse" dieser Tage der Frage nach: Was macht die Stadt Flöha samt Ortsteil Falkenau lebenswert? Warum ziehen Menschen in den Ort, warum sehen Familien ihre Zukunft in Mittelsachsen? Nach diesem Auftaktbeitrag werden in den kommenden Tagen weitere Texte folgen. Möchten auch Sie der Lokalredaktion über Ihre Stadt und Ihr Leben, über die versteckten Geschichten und Helden des Alltags berichten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an red.floeha@freiepresse.de oder rufen Sie uns an unter Telefon 03726 5887-14341.

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