Eine Erfolgsgeschichte am Teich: Naturbad geht in zehnte Saison

Als Frank Buschbeck im Jahr 2004 das Grundstück rund um ein Gewässer in Niederwiesa kaufte, ahnte er selbst noch nicht, was für ein Besuchermagnet das einmal werden würde. In seinem Kopf schwirren schon die nächsten Pläne herum - auch politische.

Niederwiesa.

Die neue Grillhütte ist ein Hingucker - von außen und von innen. "Wir haben da drin unsere Weihnachtsfeier gemacht. Man riecht danach zwar ein wenig nach Grill, aber es war wunderbar warm und nicht verraucht", sagt Frank Buschbeck und lacht. "Da haben wir echt was Feines gebaut." So wie an vielen anderen Stellen im Naturbad Niederwiesa auch. Seit 2004 hat sich dort aus einem verwilderten Waldstück mit Tümpel ein idyllischer Ort entwickelt, der von Frühjahr bis Herbst viele Besucher anlockt. "Die Wochenenden in diesem Sommer sind schon komplett ausgebucht", sagt Buschbeck. "Über einen Termin für eine Schulanfangsfeier bei uns können wir gern reden - für 2026."

Der 39-Jährige ist selbstständiger Unternehmer, betreibt unter anderem ein Sport- und Therapiezentrum in Flöha. Vor einigen Jahren hat Buschbeck versucht, in Freiberg eine Strandbar zu etablieren. "Dort kamen Studenten, die gefragt haben, ob wir an den Preisen für die Getränke was machen können", sagt er heute. "Dazu gab es keine Unterstützung von der Stadt. Also haben wir das schnell wieder gelassen."


In Niederwiesa hat er - was seine Leidenschaft für schöne Erholungsorte angeht - sein Glück gefunden. Rund um den kleinen Teich sind in den vergangenen Jahren Wege, Imbissstand, Campingplatz, Spielplatz und vieles mehr entstanden. An fünf Hütten und Zelten können Familien und Gruppen ihre Feierlichkeiten durchführen, dazu sind Besucher, die einfach einmal ausspannen wollen, gerne gesehen. "Wir haben ein sehr entspanntes Publikum - von älteren Dauercampern bis zu jungen Familien ist alles dabei", sagt Buschbeck. "Bei uns kommen die Leute nicht zum Baden - das ist eh nur auf eigene Gefahr erlaubt. Bei uns wird entspannt."

Derzeit laufen im Naturbad die Vorbereitungen auf die neue Saison. Es wird gebastelt und gebaggert. "Ich habe noch viel vor. Aber es kann ja nur Schritt für Schritt gehen." In den vergangenen Monaten ist schon viel geworden - die Grillhütte zum Beispiel oder die Neugestaltung der Imbissbude direkt am Wasser. Spätestens zu Ostern soll der Betrieb wieder richtig laufen, am Ostermontag ist Eiersuchen für Familien geplant. "Wenn es am kommende Wochenende wieder so schön wird wie an diesem, sind wir auch startklar", sagt Buschbeck, der gemeinsam mit Helfern und Verwandten auch am Samstag und Sonntag fleißig war.

Und nicht nur in seinem Naturbad, das vor zehn Jahren erstmals für Besucher öffnete, will sich Frank Buschbeck in Zukunft engagieren. Der Flöhaer wohnt seit vielen Jahren in Niederwiesa, mit der dortigen Lokalpolitik ist er aktuell aber nicht so wirklich zufrieden. "Deshalb habe ich eine Bürgerinitiative gegründet, für die ich bei den Wahlen in diesem Jahr in den Gemeinderat einziehen will. Generell möchte ich mich in den kommenden Jahren mehr politisch engagieren." Für eine Fraktion zu kandidieren, kommt für Buschbeck nicht infrage. "Ich will mich keinem Zwang unterwerfen. Ich habe schon immer meine eigene Meinung vertreten und mein Ding durchgezogen."

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