Einser-Schülerinnen mit großen Plänen

Auch wenn die Feier anders ablief als sonst: Zwei Absolventinnen der Oberschule in Plaue haben nun den "Schuloskar" erhalten.

Flöha.

Etwas Herzschmerz war dabei, als Klassenlehrerin Marion Rothe am Freitag ihre 10 c der Oberschule Flöha-Plaue entließ. Die Schülerinnen und Schüler erhielten unter besonderen Corona-Bedingungen ihre Abschlusszeugnisse.

Herausragend fiel es für Marlene Kempe aus, die einen Schnitt von 1,08 erreichte. "Nur die zwei in Deutsch hat Dir einen perfekten Schnitt versaut", scherzt Schulleiter Falk Döring. Für diese Leistung als Klassenbeste, zu denen die Schülerin bereits in den vergangenen Jahren an der Oberschule gehörte, bekam sie den "Schuloskar" verliehen.

Und weil ein solcher Schnitt besonderer Anerkennung bedarf, gibt es auch noch eine Auszeichnung vom sächsischen Kultusministerium. "Sonst findet immer ein Empfang in Dresden statt. Aber der muss dieses Jahr ausfallen. Das Ministerium schickt aber ein Präsent und die Auszeichnung in den nächsten Tagen an die Schule", kündigt der Schulleiter an.

Als Anerkennung für ihren Abschluss erhalten die 145 besten Oberschüler im Freistaat dieses Jahr per Post ihre Auszeichnung vom Kultusministerium, heißt es aus Dresden. 2019 wurden 111 "Einser" geehrt. Für die Auszeichnung vom Land muss auf dem Zeugnis in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie in mindestens weiteren neun Fächern die Note 1 stehen. Keine Note der restlichen Fächer darf schlechter als 2 sein. 32 Absolventen hatten sachsenweit in allen Fächern an Oberschulen Note 1, so das Kultusministerium.

"Ich bin sehr stolz auf mich, genau wie meine Eltern", freut sich darum Marlene Kempe. "In ein paar Monaten werde ich aber schon wieder die Schulbank drücken; ich hole am Berufsschulzentrum in Flöha mein Abitur nach und will dann Grundschullehramt studieren", so die Schülerin.

Ähnliche Pläne hat ihre Mitschülerin Leonie Herbrich aus der Klasse 10 a, die sich über den ebenfalls ausgezeichneten Schnitt von 1,5 und einen Schuloskar freuen kann. "Ich wollte unbedingt im Einserbereich bleiben und bin sehr glücklich, dass ich das auch geschafft habe", berichtet sie. Leonie Herbrich wird in Chemnitz ihr dreijähriges Abitur nachholen. Was dann folgt, ist noch nicht ganz klar. "Vielleicht fange ich bei der Polizei an; vielleicht reise ich aber auch erst noch ein bisschen und schaue mir die Welt an. Vielleicht studiere ich etwas im Bereich Sport", so die 16-Jährige.

Einen Wermutstropfen hatte die Abschlussfeier trotz guter und herausragender Noten: Wegen der Coronabestimmungen durften die Eltern der Schüler nicht dabei sein. "Wir zeichnen die Feierstunde auf, und dann können sich das auch die Eltern anschauen", so der Schulleiter. Da auch eine Abschieds-Umarmung mit den Lehrern nicht erlaubt war, hatten die sich eine besondere Aktion ausgedacht und ein Video mit guten Wünschen produziert. "Bleibt gesund, interessiert, glücklich, neugierig und hinterlasst Spuren", wünschten die Lehrer den jungen Erwachsenen auf ihrem neuen Lebensabschnitt. (mit mick)

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