Elfjährige mischt in Erdmannsdorf bei den alten Hasen mit

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Mit einem Langohr hat Maria Oswald angefangen, jetzt sind es schon rund 30 Tiere. Für den Rassekaninchenzüchterverein Erdmannsdorf ist die Schülerin ein Glücksfall.

Erdmannsdorf.

Wie andere Vereine kämpft der Rassekaninchenzüchterverein S 579 Erdmannsdorf um neue Mitglieder. Derzeit zählt die Interessengruppe 19 Mitstreiter. Deshalb freut sich Vereinschef Andreas Preusche auch, dass zwei junge Leute dabei sind. Dazu gehört Maria Oswald. Sie dürfte mit ihren 11 Jahren zu den jüngsten Mitgliedern in einem mittelsächsischen Rassekaninchenzüchterverein zählen.

"Vor drei Jahren bekam ich einen Hasen als Haustier geschenkt. Jetzt sind es bereits rund 30 Tiere, die ich zu Hause regelmäßig versorge", erzählt Maria Oswald. Sie besucht die 6. Klasse am Gymnasium in Flöha. Neben der Schule und den Hausaufgaben kümmert sie sich auch täglich um die Langohren. "Bis alles erledigt ist, dauert es schon rund eine Stunde. Steht das Ausmisten an, muss ich natürlich mehr Zeit investieren", berichtet sie.

Zur jüngsten Kreisrammlerschau des Kreisverbandes Flöha, die vom Rassekaninchenzüchterverein S 579 Erdmannsdorf im Saal des Gasthofes Erbgericht veranstaltet wurde, stellte die Schülerin ihre Tiere aus. Die junge Erdmannsdorferin präsentierte unter anderem Kaninchen der Rasse Farbenzwerge siamesenfarbig gelb. Ihre Eltern gehörten zum Organisationsteam der dreitägigen Schau.

Zur Ausstellung zählte das Team um Andreas Preusche etwas mehr als 100 Tiere, die von 22 Züchtern gezeigt wurden. Die weiteste Anreise hatte ein Züchter aus Cottbus. Ansonsten kamen die Teilnehmer aber vor allem aus dem Altkreis Flöha. Die höchste Auszeichnung, den Landesverbandspreis, konnten Günter Roscher aus Großwaltersdorf und Andreas Preusche entgegennehmen. "Am Montag haben wir die Ausstellung abgebaut und den Saal gereinigt. Mit der Resonanz können wir sehr gut leben. Immerhin zählte unser Kassenteam rund 400 Besucher. Die Lose bei der Tombola waren stark nachgefragt", zog der Vereinschef eine positive Bilanz.

Jetzt sei es für ihn wichtig, neue Mitglieder zu gewinnen, zumal sich die Erdmannsdorfer bereits mit den Flöhaer Züchtern organisatorisch vereinigt hätten. "Wir würden uns natürlich über weitere Kinder, Jugendliche und Erwachsene freuen, die bei uns mitmachen wollen. Wir treffen uns jeden zweiten Freitag im Erbgericht Erdmannsdorf", wirbt der Chef.

www.kaninchenzuchtverein-erdmannsdorf.de

 

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