Erdmannsdorfer hoffen auf neue Straße

Ortsvorsteher Dietmar Katzorreck ist zuversichtlich, dass die Huckelpiste bald Vergangenheit ist. Doch der 77-Jährige will dieses Jahr noch weitere Vorhaben in dem knapp 2000 Einwohner zählendem Ort realisieren.

Erdmannsdorf.

Zwischen der Schenkenstraße und der Neuen Gasse in Erdmannsdorf zeigt Ortsvorsteher Dietmar Katzorreck auf eine Fläche, auf der ein Wohngebiet erschlossen werden soll. "Wir rechnen mit dem Baubeginn noch in diesem Jahr", sagt er. Geplant seien Bauplätze für zehn Eigenheime. Kinderreiche Familien sollen besonders profitieren. Auch ein Spielplatz sei hier geplant.

Ein weiteres Vorhaben, das die Bewohner schon seit der Wende herbeisehnen, steht dieses Jahr ebenfalls auf dem Plan: der grundhafte Ausbau der Bundesstraße 180, der in der Ortslage Erdmannsdorf auf einer Länge von 1,3 Kilometern für knapp 4 Millionen Euro erfolgen soll. Er soll in mehreren Abschnitten erfolgen. Beginnen wird man nach jetzigem Stand im Bereich der Straße von der ehemaligen Baumwolle am Landgasthof Erbgericht vorbei bis zur Chemnitzer Straße. "Ein großer Vorteil dabei ist, dass damit auch Fußwege mit Beleuchtung sowie Parkplätzen entstehen. Der Ortschaftsrat ist zuversichtlich, dass es dieses Jahr losgeht", erklärt der 77-jährige Katzorreck, der die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Augustusburg lobt.

Über die unbefestigten Fußwege im Ort ärgern sich schon lange viele Leute. Die sogenannte Feierabendbrigade "Sonnenschein", die aus vier älteren Erdmannsdorfer Herren besteht, nahm sich dieser Sache bereits mehrfach an und besserte Gehsteige aus, baute Zäune oder erledigte kleine Pflasterarbeiten.

Über die Buswendeschleife, die vor drei Jahren an der Chemnitzer Straße neu gebaut wurde, freut sich der Ortsvorsteher besonders. Schüler der angrenzenden Grundschule müssen nun nicht mehr die Straße überqueren, um zu den Bussen zu kommen. Die mit der Wendeschleife neu errichteten Parkplätze würden zudem gut von Eltern sowie von Besuchern des anliegenden Friedhofes genutzt werden. "Es wäre schön, wenn statt der jetzigen Bushaltestelle am ehemaligen Gasthof Kadow die sicherere Wendeschleife am Bahnhof als zweite zentrale Stelle im Ort genutzt würde", so Katzorreck, der von 1990 bis 2000 als Schulleiter der örtlichen Grundschule tätig war und dem die Sicherheit der Schüler besonders am Herzen liegt.

Auf dem Platz neben der Kleinsportanlage finden sich mittwochs ein mobiler Fleischer und Bäcker ein. "Der Ortschaftsrat will versuchen, einen Obst- und Gemüsehändler in diesem Jahr dazuzugewinnen." Zudem sei ein weiteres Gespräch mit der Sparkasse geplant, um diese ebenfalls für den Mittwoch als Tag für das Sparkassenmobil zu überzeugen.

"Durch die Kontaktbeschränkungen sind leider alle Feste ausgefallen. Eigentlich wollte Erdmannsdorf dieses Jahr auch das Jubiläum zum 825-jährigen Bestehen feiern", so der Ortsvorsteher. Doch Zusammenkünfte der Organisatoren waren kaum möglich. "Wir holen das Fest zu einem anderen Zeitpunkt nach, wenn es wieder erlaubt ist."

Zu Ehren des ehemaligen Erdmannsdorfers Kurt Laudeley, der 1954 erster Vorsitzender des Vereins der Natur- und Heimatfreunde war, soll 2021 ein kleines Denkmal an der Dorfstraße aufgestellt werden. "Der Ortschaftsrat hat außerdem vor, Blumenwiesen für Insekten anlegen", so Dietmar Katzorreck.

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.