Feldbrand in Euba nach zwei Tagen gelöscht

Wirtschaftshof verliert rund 650 Strohballen und muss Futter rationieren

Für Sie berichtet: Jana Peters

Das Feuer auf einem Feld in der Nähe der Talsperre Euba ist gelöscht. "Dort ist keine Feuerwehrtechnik mehr im Einsatz. Es wird aber noch Nachkontrollen geben", teilte Frank Lippold von der Leitstelle Chemnitz gestern Abend mit. Seit Sonntagabend hatten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, fünf freiwilliger Wehren und des Technischen Hilfswerks versucht, die Strohballen, die auf dem Feld lagerten, zu löschen. Dicker und weithin sichtbarer Rauch hatte dabei auch die umliegenden Wohngebiete erreicht. In der Nacht zu Dienstag, gegen 1.30 Uhr hieß es dann, der Brand sei bekämpft. Doch am Dienstagmorgen gegen 7.45 Uhr musste die Feuerwehr wieder mit fünf Fahrzeugen anrücken, weil sich erneut Brandherde gebildet hatten. Bei gepressten Strohballen sei das allerdings fast erwartbar gewesen, sagte Harald Görner, der mit dem Einsatzführungsdienst der Feuerwehr betraut war. "Einen solchen Einsatz haben wir aber lange nicht gehabt", fügte Görner hinzu. Erst am frühen Dienstagabend kam die Entwarnung: Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten wieder abrücken.

"Alle 650 Strohpakete sind vernichtet", sagte Andreas Hahn, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftshofes Euba, dem das Stroh gehörte. Er gehe - genauso wie die Polizei - von Brandstiftung aus. Indiz dafür war der Hinweis eines Zeugen, der beobachtet hatte, dass die auf- und nebeneinander gestapelten Pakete jeweils an den Stirnseiten in Flammen standen. Der Brand habe das Unternehmen stark getroffen. "Wir sind auf jedes Paket Stroh angewiesen", so Hahn. Denn es werde als Zu-Futter und als Einstreu in den Kuhställen benötigt. Aufgrund der Dürre sei "Stroh wertvoller als Geld", sagt Hahn. Bisher habe das Unternehmen das Futter für die rund 500 Milch- und Mutterkühe selbst produzieren können. "In diesem Winter werden wir mit sehr rationiertem Futter auskommen müssen", so Hahn. (mit reu/jan)

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