Ferienzeit ist Baustellenzeit

In zahlreichen Schulen der Region wird der Sommer für Renovierungsarbeiten genutzt. Umfangreiche Maßnahmen gibt es unter anderem in Oederan und an der Sporthalle in Flöha.

Oederan/Flöha.

Als ausgebildeter Elektroinstallateur hat Ronny Bretschneider die Schulzeit eigentlich längst hinter sich. Dass er derzeit dennoch täglich die Oederaner Grundschule besucht, hat auch keinerlei weiterbildende Gründe. Vielmehr ist der Mitarbeiter der Firma Walla aus Breitenau damit beschäftigt, in zwei der Klassenräume diverse Kabel zu verlegen. "Was wir hier machen, ist in den vergangenen Jahren in allen Schulen eine unserer Hauptaufgaben geworden", sagt Bretschneider über das Verlegen von Datenkabeln. Denn für modernen Unterricht müssen auch interaktive Tafeln oder Beamer an der Decke mit dem Internet verbunden sind, dafür müssen allerhand Leitungen in der Zwischendecke oder hinter den Wänden verstecket werden. "Außerdem machen wir in den zwei Räumen die Beleuchtung neu", sagt Bretschneider.

Und nicht nur das: Für insgesamt 65.000 Euro, zum Großteil gefördert, lässt die Stadt Oederan im Gebäude mit Grund- und Oberschule Stück für Stück alle Klassenräume modernisieren. Im Vorjahr waren zwei Zimmer der Oberschule dran, jetzt zwei der Grundschule. Hier werden aktuell auch der Innenputz, der Fußboden und die Wärmedämmung erneuert. An der Außenfassade sind zudem Gerüste zu sehen, die das Erreichen der Bleiglasfenster in den oberen Stockwerken ermöglichen. "Die Fenster werden ausgebaut und in der Werkstatt komplett erneuert", sagt Jörg Kunze vom ausführenden Ingenieurbüro. Auch für diese Maßnahme fließen Fördergelder.

Größere Bautätigkeiten sind auch auf dem Gelände des Flöhaer Samuel-von Pufendorf-Gymnasiums auszumachen. Hier wird aktuell die Sporthalle um einen kleinen Anbau erweitert. Zuständig dafür ist der Landkreis Mittelsachsen, dem das Gymnasium gehört. Aus der Pressestelle heißt es, dass es sich beim Anbau um ein Heizhaus für die Turnhalle handelt. Dieses soll noch in diesem Jahr fertig werden und 397.000 Euro kosten. Es handelt sich dabei um energetische und betriebstechnische Sanierung der Wärmeerzeugungsanlagen. Bisher war die Turnhalle mit einer erdverlegten Heizleitung an das Schulgebäude angebunden und wurde von dort aus mit Heizenergie versorgt.

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