"Fichte helau" schallt es durch die Halle

Die Hohenfichtener Karnevalisten haben die alte Turnhalle umgebaut. Dort feiern sie am Sonntag unter sich, bevor sie zum Kappenball auch Gästen offensteht.

Hohenfichte.

Der Hohenfichtener Carnevals Club (HCC) ist bekannt für großartigen Faschingsdarbietungen, einfallsreiche Outfits, für gute Stimmung und eine einzigartige Bühnendekoration. In den vergangenen Monaten haben die 16Männer sich an ein neues Projekt gewagt. Die alte Turnhalle in Hohenfichte wurde auf Vordermann gebracht und für den Carnevals Club teilweise umgebaut und neu eingerichtet.

"Vor zwei Jahren mussten wir aus unserer alten Wirkungsstätte, dem Gasthof Hohenfichte ausziehen. Danach haben wir überlegt, wie es weitergehen soll", sagt Kai Sackwitz, Vorsitzender des Vereins. Übergangsweise feierten die Hohenfichtener und der Augustusburger Carnevalsclub im Februar den Fasching dann gemeinsam. Ein Umzug in einen anderen Ort kam aber - trotz des Erfolges - für die Vereinsmitglieder absolut nicht in Frage. Bürgermeister Dirk Fröhlich meldete sich. Er machte das Angebot, dass man die Turnhalle nutzen könne.

Die Mitglieder waren begeistert, legten los und tobten sich in den letzten Monaten ordentlich aus: "Der Haupteingang der Turnhalle befindet sich nun auf der gegenüberliegenden Seite", sagt Sackwitz. Dort wurde ein Durchbruch gemacht, Trockenbauwände wurden eingezogen, und im ehemaligen Abstellraum entstanden zwei neue Toilettenräume, eine Garderobe und ein Personal-WC. Aus der ehemaligen Damenumkleidekabine wurde eine Küche mit Abstellraum. Die Küche baute der Bürgermeister höchstpersönlich ein.

In der Turnhalle selbst entstand eine neue fünf mal acht Meter große Bühne, komplett auf die Wünsche der Vereinsmitglieder zugeschnitten. Die Halle ist dadurch fünf Meter kürzer geworden, was aber vermutlich kein Problem für sportliche Aktivitäten sein wird. Durch das von den Faschingsfreunden gut geplante Konzept verschwinden die Mattenwagen und andere Sportgeräte unter der Bühne und können bei Bedarf schnell hervorgezogen werden. Auch eine abbaubare "UnzumutBar", wie die Männer ihre Theke nennen, wurde gefertigt. "Die ist in wenigen Minuten auf- und genauso schnell abgebaut", sagt Sackwitz.

Die Sportfrauen, die Fußballer und die Kindergartenkinder nutzen die Halle regelmäßig. "Wir haben die Halle pünktlich für die Sportler wöchentlich leergeräumt, und Denny Mai hat über Monate jeden Sonntag die komplette Halle gewischt, damit montags Sport getrieben werden kann", sagt er. Jetzt, kurz vor dem Kappenball, wurde die Halle allerdings für Sportler gesperrt, damit alles pünktlich fertig wird.

Die Umbau-, Fliesen-, Maler- und Holzarbeiten konnten überwiegend aus den eigenen Reihen übernommen werden. "Wir haben aus fast jedem Handwerk jemanden in der Truppe. Unser Vereinspräsident Carlo Zenker hat Fliesenarbeiten im Eingangsbereich gemacht, unser Seniorenpräsident Andre Zenker war der Sanitärfachmann. Außerdem gab es viel Hilfe durch Freiwillige", sagt der Vorsitzende. Es sei seit Monaten so gut wie jeden Abend jemand in der Turnhalle: meist sind es drei bis fünf Männer, manchmal auch mehr. Es gebe viel Zuspruch und auch Spenden. Alle finden es gut, was wir aus der Sporthalle gemacht haben."

Energieminister Pierre Neumerkel und der stellvertretende Vorsitzender Fabian Zenker sind 17 Stunden mit dem Auto gefahren, um gebrauchte Stühle abzuholen, die der Verein günstig über das Internet erstanden hatte. Am Sonntag wollen die Mitglieder mit einem vereinsinternen Fest ihr neues Domizil feiern. "Am 17. November feiern wir dann unseren Kappenball. Der ist allerdings schon komplett ausverkauft", sagt Kai Sackwitz.


Ob vor, am oder nach dem 11.11.: Karnevalsklubs der Region eröffnen die Saison

In Augustusburg wird am 11.11. die Faschingszeit, wie gewohnt, vom Augustusburger Carnevals Club eingeläutet. "11.11 Uhr wird es vor dem Regenbogengymnasium eine kleine Tanzvorführung mit ehemaligen kleinen Funken und mit Schülerinnen des Gymnasiums geben", erzählt ACC-Vizepräsidentin Vicky Fordan. Nach der Schlüsselübergabe können die Gäste zusammen mit den Narren bei Musik Glühwein und Wiener genießen.

Der Carnevalsclub Braunsdorf eröffnet seine Saison am Samstag mit dem Kappenfest im Schlossgasthaus Lichtenwalde. 19 Uhr wird das neue Programm vorgestellt. An der Abendkasse gibt es noch Restkarten zu 15 Euro (Saal) oder 9 Euro (Gaststätte).

In Dittmannsdorf wird am 11.11. ab 10 Uhr die fünfte Jahreszeit in der Kleingartenanlage "Morgensonne" (direkt am Vorplatz des FFW-Depots, gegenüber Kita, an der Altenhainer Straße) zum 25. Mal eingeläutet. Zum Kappenball wird am 17. November, 18Uhr in die Kultur- und Sporthalle eingeladen. Restkarten gibt es unter Mobiltelefon 0173 7995235 oder karten@dittmannsdorf.com.

Der Frankensteiner Karnevalsklub feiert seinen Faschingsauftakt am Samstag in der Kultur-und Mehrzweckhalle Frankenstein. Das Programm beginnt 19.30 Uhr, Einlass ist bereits ab 18.30 Uhr. Restkarten gibt es unter Telefon 037321 4331 oder an der Abendkasse.

Der Breitenauer Carnevalsclub startet am 16. November zusammen mit der Stadt Oederan in seine 56.Saison. 19.11 Uhr beginnt im Oederaner Bürgersaal der Kappenball mit Programm, Bekanntgabe des neuen Mottos und Tanz durch die Nacht mit DJ Jens Schuwardt. Karten zum Kappenball gibt es an der Abendkasse für 5 Euro.

Der Börnschner Carnevalsverein

feiert am 17. November. 11.11 Uhr ist Schlüsselübergabe. 12 bis 16 Uhr gibt es einen Bettelumzug. Das Motto der Saison soll am 17. November bekanntgegeben werden.

Flossmühler Carnevalsverein feiert am 17. November, 20 Uhr in der Flossmühle den Kappenball. An diesem Abend wird auch das Motto der Saison bekanntgegeben.

Der Wünschendorfer Carnevalsverein will sein Motto am Jahresende bekanntgeben. Gefeiert wird im März.

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