Freiberger Kinokomplex: Mieter hoffen auf Lösung

Neben Friseur halten auch Filmtheater und Fitnesscenter zur Stange

Freiberg.

Gähnende Leere herrscht derzeit in der Einkaufspassage im Kinokomplex an der Chemnitzer Straße in Freiberg. Im Erdgeschoss des rechten Gebäudeteils hat nur noch das Friseurgeschäft Buschmann geöffnet - von einst zwölf Geschäften. Im Obergeschoss halten noch zwei Mieter zur Stange: das Filmtheater "Kinopolis" und das Sport- und Gesundheitszentrum "Mumm". Und genau wie Friseurmeister Guntram Buschmann hoffen deren Inhaber auf eine Lösung.

Das Unternehmen Silverton Asset Solutions mit Sitz in Frankfurt (Main) hatte als Verwalter des Kinopolis-Komplexes mitgeteilt, dass Modernisierungsmaßnahmen und eine Neustrukturierung geplant seien. Dazu erfolge eine enge und konstruktive Abstimmung "mit der Wirtschaftsförderung und den relevanten Ämtern der Stadt Freiberg", schrieb Thoran Thegemey von Silverton Asset Solutions. Einzelheiten nannte er nicht.

Rico Mudrack betreibt das Fitnessstudio gemeinsam mit seiner Schwester Sandra Mudrack. Er sagt: "Wir wünschen uns, dass der Besitzer des Komplexes investiert. Wichtig wäre zudem, dass ein Lebensmittelmarkt als Ankermieter einzieht." Mudrack zufolge wurde das Dach des Gebäudes 2019 großflächig repariert beziehungsweise saniert. In diesem Jahr sollte eigentlich mit der Fassade begonnen werden. Doch bislang ist nichts davon zu sehen. Kurt Schalk vom Management der Kinopolis-Gruppe sagt: "Wir würden uns über eine Belebung und somit Aufwertung der Passage sehr freuen. Nach unserem letzten Stand werden Gespräche mit potenziellen Mietern geführt." Die Kinopolis-Gruppe würde es begrüßen, wenn der Komplex durch eine Renovierung und Neuvermietung wieder attraktiver gestaltet werde. "Dies liegt aber nicht in unseren Händen."

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