Furcht vor Schilderwald unnötig

Das Hin und Her um die Tempo-30-Zone in Falkenau reißt nicht ab. Dabei steht längst fest, dass der Bereich erweitert wird.

Die Piktogramme auf der Wiesenstraße sollen an Tempo 30 erinnern, das Schild in Höhe Kirche wird Richtung Schulbrücke versetzt.
Die Piktogramme auf der Wiesenstraße sollen an Tempo 30 erinnern, das Schild in Höhe Kirche wird Richtung Schulbrücke versetzt.

Für Sie berichtet: Matthias Behrend

Es ist die unendliche Geschichte von Falkenau: die Tempo-30-Zone entlang der Straße der Einheit und der angrenzenden Siedlung. Nachdem die Geschwindigkeitsbegrenzung Anfang 2016 bis hinauf zurKleingartenanlage "Bergfrieden" ausgedehnt wurde, soll sie jetzt bis hinunter zur Schulbrücke verlängert werden. Der Ortschaftsrat ist dagegen, befürchtet ein Vorfahrts-Wirrwarr und einen Schilderwald wegen der vier Einmündungen auf dem kurzen Stück zwischen Schulbrücke und Kirche. Ortsvorsteher Martin Müller will den Beginn der Tempo-30-Zone in Höhe Sparkasse und dort will er neben der Beschilderung ein Piktogramm auf der Fahrbahn haben - so wie es kürzlich auf die Wiesenstraße auf den Asphalt aufgetragen wurde.

Die Forderungen des Ortschaftsrates quittiert Katrin Jope mit Kopfschütteln. Die Leiterin der Verkehrsbehörde im Flöhaer Rathaus kann erklären, warum sie die Ausweitung der Tempo-Bremse angeordnet, warum sie den beiden Piktogrammen auf der Wiesenstraße zugestimmt hat und warum sie selbiges auf der Straße der Einheit ablehnt. Katrin Jope erinnert daran, dass die Einrichtung der Tempo-30-Zone eine schwierige Entscheidung war. "Die Voraussetzungen dafür waren anfangs sehr streng, wurden aber schließlich gelockert", so die Leiterin der Verkehrsbehörde. Damit wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung als Zonen-Regelung in Falkenau möglich. Auch der von Anwohnern geforderten Erweiterung bis hinauf zur Kleingartenanlage "Bergfrieden" stimmte sie zu.

Piktogramme auf der Fahrbahn sind dann zulässig, wenn das Verkehrszeichen schlecht einsehbar ist. Oder als Erinnerung. Deshalb gibt es die Piktogramme auf der Wiesenstraße, weil zwischen der Siedlung und der nächsten Bebauung mehrere hundert Meter unbebaut sind. "Ich habe mir das angeschaut, da kann man als Autofahrer Tempo 30 schon mal vergessen", sagt Katrin Jope. Nicht so an der Sparkasse. Die Beschilderung sei dort gut zu erkennen, und erinnert werden müsse an dieser Stelle auch kein Autofahrer.

Mit der Erweiterung der Zone in Richtung Schulbrücke soll die Tempobegrenzung auf den schmalen und unübersichtlichen Teil der Straße der Einheit ausgedehnt werden. Die Einmündungen des Geh- und Radweges sowie am Rondell bekommen abgesenkte Straßenborde und werden damit zu Ausfahrten. Die Vorfahrt muss damit auch ohne Verkehrsschild beachtet werden. Für die Einmündung der Straße Am Haltepunkt will sich Katrin Jope noch eine praktikable Lösung einfallen lassen. Sobald die Bode gesetzt und die Verkehrszeichen geliefert sind, erfolgt die Ausschilderung.

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