Geräumige Wechselkoffer für den Notfalleinsatz

Die Rettungswagenflotte für Chemnitz und den Erzgebirgskreis wächst. Mehr Platz ist nur ein Vorteil der neuen Autos.

Chemnitz.

Insgesamt elf Rettungswagen mehr als zurzeit sollen spätestens ab August dieses Jahres in Chemnitz und dem Erzgebirgskreis im Einsatz sein. Für den Zuwachs sorgt die Neuanschaffung von 35 solcher Autos durch den Rettungszweckverband (RZV) Chemnitz-Erzgebirge, während von den bisherigen 35 Wagen nur die 24 ältesten Fahrzeuge ersetzt werden müssen. "Unsere übrigen Rettungswagen, von denen jeder pro Jahr 45.000 bis 50.000 Kilometer zurücklegt, sind Baujahr 2015 und bleiben im Dienst", erklärte RZV-Geschäftsführer Boris Altrichter. Kurz zuvor waren drei weitere der neuen Fahrzeuge vom Neubrandenburger Ausrüster Fahrtec kommend an der Rettungsleitstelle an der Chemnitzer Schadestraße eingetroffen. Drei von ihnen sind bereits seit Kurzem in der Stadt und dem Landkreis unterwegs, die übrigen sollen nacheinander bis Juli ausgeliefert werden.

Erhöht wird die Anzahl der Rettungswagen wegen der Zunahme der Einsätze. "Unsere Rettungs-, Notarzt- und Krankenwagen rücken 13.000 bis 15.000 Mal pro Monat aus", berichtete Altmüller. Fast jeder zweite Einsatz finde im Chemnitzer Stadtgebiet statt. Von den elf zusätzlichen Rettungswagen bleiben zwei - einer bei der Berufsfeuerwehr und einer beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) - in Chemnitz stationiert. Die anderen werden auf Rettungswachen im Erzgebirgskreis verteilt. Durch die zusätzlichen Fahrzeuge und den Neubau weiterer Rettungswachen, wie der in Glösa, sollen die Rettungskräfte in Notfällen schneller am Einsatzort sein.

Jeder der neuen Rettungswagen kostet etwa 150.000 Euro. Davon entfallen rund 60.000 auf das Mercedes-Sprinter-Fahrgestell mit 190-PS-Euro-6-Dieselmotor, Allradantrieb - in Chemnitz neu, im Erzgebirge schon Standard - und luftgefederter Hinterachse sowie 90.000 Euro auf den Wechselkoffer-Aufbau. Der Kaufpreis von insgesamt 5,25 Millionen Euro wird vom Rettungszweckverband vorfinanziert und letztlich über Einsatzentgelte von den Krankenkassen bezahlt.

Der Wechselkoffer bietet den Rettungskräften nicht nur deutlich mehr Platz - in Notfällen können sich darin bis zu vier von ihnen um einen Patienten kümmern. Der teure Aufbau lässt sich auch auf ein anderes Fahrgestell montieren, wenn das bisherige nach einem Unfall oder aus Altersgründen ausfällt.

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