Gericht - Missbrauchsprozess: Verteidiger erkrankt

Chemnitz/Freiberg.

Der gegenwärtig vor dem Landgericht Chemnitz stattfindende Prozess um den sexuellen Missbrauch eines Kindes ist wegen der Erkrankung des Verteidigers unterbrochen worden. Zunächst fallen zwei Verhandlungstage aus. Ein 69-jähriger Freiberger soll laut Anklage der Staatsanwaltschaft im Zeitraum zwischen Herbst 2014 und Frühjahr 2017 seine im Jahre 2007 geborene Enkeltochter insgesamt elfmal sexuell missbraucht haben. Während der ersten Prozesstage hatte der Angeklagte selbst geschwiegen, aber durch seinen Anwalt erklären lassen, die Tatvorwürfe seien an den Haaren herbeigezogen und für einen Großteil seiner Familie nicht nachvollziehbar. Bisher haben drei Sachverständige ihre Gutachten abgegeben. Deren Bewertung wird jedoch erst in den Plädoyers öffentlich werden. Der Verteidiger hatte erklärt, wahrscheinlich weitere Beweisanträge stellen zu wollen. Der Prozess soll nunmehr am 25. Oktober fortgeführt werden. (jher)

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