Geschichte für die Turmspitze: Fortsetzung folgt

Nach zwei Sitzungen steht fest, welche Dokumente in die sanierte Turmkugel in Grünberg gesteckt werden.

Grünberg.

Die vor gut zwei Wochen geöffnete Kapsel aus der Turmkugel der Grünberger Schule bekommt Gesellschaft. Wie der Grünberger Ortsvorsteher Hans-Otto Kullig sagt, soll eine zweite Kapsel mit aktuellen Zeitdokumenten gefüllt und zusammen mit der alten Kunststoffkapsel in der Turmkugel verstaut werden.

Ortsvorsteher Kullig hat sich mit Klaus Meister, der sich um die Ortsgeschichte kümmert, und Maik Burkert vom Kultur- und Traditionsverein zusammengesetzt und gemeinsam hat das Trio fünf Din-A-4-Seiten über die Ortsgeschichte von 1963 bis heute verfasst. Warum 1963? Bis dahin reichten die Dokumente in der alten Kapsel, die 1963 in der Turmkugel deponiert worden war. Damals wurde das Dach der Grünberger Schule umgedeckt und der Turmknopf repariert. Weiterhin soll eine alte Urkunde über die Turmuhr mit in die Kapsel gepackt werden sowie der "Freie Presse"-Artikel über die Öffnung der alten Kapsel von vor gut zwei Wochen.

In der alten Kapsel, einem Stück Kunststoffrohr, steckten historische Zeugnisse aus der Zeit des Schulhausbaus 1886 - historische Schriftstücke in Original und Abschrift sowie Münzen. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1828. Damals wurde in Grünberg die erste Schule gebaut, die offenbar bereits einen Turm mit Knopf und Glocke hatte. Der Turmknopf und die Glocke wurden wohl 1886 in das neue Schulgebäude eingebaut.

Voraussichtlich im September wird die Turmkugel zusammen mit dem neuen Glockenstuhl und der historischen Glocke wieder aufs Dach gehoben. Zuvor müssen noch Zimmerarbeiten am Unterbau des Glockenstuhls erledigt und das Aufsetzen des neuen Glockenstuhls vorbereitet werden. Die alte Grünberger Schule, die 1984 geschlossen wurde, wird aktuell zu einem Ortszentrum mit Wohnungen umgebaut. Die Gesamtkosten für den Umbau betragen voraussichtlich gut 1,1Millionen Euro. Weil es zu Verzögerungen bei einem Gewerk kam, verschiebt sich die Fertigstellung voraussichtlich auf das Jahresende. Die Gestaltung der Außenanlagen, die in mehrere Lose aufgeteilt neu ausgeschrieben werden müssen, werden wohl erst im kommenden Jahr fertig,

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