Großbrand: Rauchwolken weithin sichtbar

Rund 650 Strohpakete sind auf einem Feld in Euba abgebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Probleme bereitete der Feuerwehr die Löschwasserzufuhr.

Auf einem Feld in der Nähe der Talsperre Euba an der Eubaer Straße sind hunderte Strohpakete in Brand geraten.

Von Uwe Rechtenbach

Rauchwolken sind am Montag über den Osten von Chemnitz gezogen. Ursache war ein Feuer, das in gelagertem Stroh auf einem Feld im Stadtteil Euba bereits am Sonntagabend ausgebrochen war. Auf einen höheren vierstelligen Betrag schätzt Andreas Hahn, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftshofes Euba, den Schaden. Die Polizei spricht von annähernd 10.000 Euro.

Die auf der Fläche gelagerten 650 Strohpakete, gedacht als Futter für Tiere, wurden sowohl von den Flammen als auch durch das Löschwasser vernichtet oder sind unbrauchbar. Zur Ursache des Brandes konnten die Ermittler der Polizei gestern noch keine konkreten Angaben machen, da zu diesem Zeitpunkt die Löscharbeiten noch nicht abgeschlossen waren. Allerdings werde von Brandstiftung ausgegangen, heißt es seitens der Polizei. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass die auf- und nebeneinander gestapelten Pakete jeweils an den Stirnseiten des Haufens in Flammen standen, was auf ihn den Eindruck eines nicht natürlich entstandenen Feuers gemacht habe. Dennoch wird laut Polizei weiterhin in alle Richtungen ermittelt. Allerdings werde die Spurensuche durch die Löschmaßnahmen erschwert. Einige Schwierigkeiten bereitete der Feuerwehr die Löschwasserversorgung. Denn der nächstgelegene Hydrant stand mehrere hundert Meter vom Brandgeschehen entfernt. Ausgereicht hat er nicht. Um an weiteres Löschwasser zu kommen, war ein Pendelverkehr eingerichtet worden. Nach Angaben von Einsatzleiter Knut Liebe wurde von einer Anschlussstelle an der Augustusburger Straße Wasser in Tanks gepumpt und zur Brandstelle gefahren. Nicht zuletzt setzte die Hitze der Technik von THW und Landwirtschaftsbetrieb zu. Zwei Fahrzeuge, die zur Brandbekämpfung eingesetzt waren, sind ausgefallen. Ebenso schwierig war es für die Einsatzkräfte, in dem dicken und weithin sichtbaren Rauch zu arbeiten. Während der Löscharbeiten erhielt der Feuerwehr-Einsatzleiter immer wieder Nachrichten, dass sich Anwohner von umliegenden Wohngebieten über Rauch und Rauchgeruch beschwerten. Polizei und Feuerwehr hatten die Bewohner betroffener Gebiete dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

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