Gut gefüllte Rücklage erspart der Stadt Kredit

Nach der Zustimmung im Stadtrat hat Flöha einen Haushalt und kann damit weiter investieren. Gebaut werden vor allem Brücken.

Flöha.

Die Stadt Flöha wird auch in diesem Jahr keine Steuern erhöhen und muss trotz eines Investitionsvolumens von knapp 7,4 Millionen Euro keine Kredite aufnehmen, um die städtischen Eigenanteile abzusichern. Der Ergebnishaushalt, der die laufenden Zahlungsströme widerspiegelt, hat einen Gesamtumfang von rund 19 Millionen Euro und bewegt sich damit etwa auf dem Vorjahresniveau. Dass sich bei der Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen ein Fehlbetrag in Höhe von rund 656.000 Euro ergibt, ist den Abschreibungen geschuldet. Das Minus ist also ein rechnerisch-theoretisches. Betrachtet man die reinen Zahlungsströme ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 530.000 Euro.

Größter Einzelposten bei den Investitionen sind Baumaßnahmen und hier vor allem der bereits laufende Ersatzneubau der Kirchenbrücke. Weitere Schwerpunkte in diesem Jahr sind der Neubau der Stegbrücke sowie der weitere Umbau des Verwaltungsgebäudes in der Alten Baumwolle zum Rathaus und die Erschließung des neuen Wohnbaugebietes am Bergmannsteig. Alle drei Vorhaben sind jeweils mit Ausgaben in Höhe 600.000 Euro kalkuliert.

Auf der Einnahmenseite des Finanzhaushaltes stehen rund 5,7 Millionen Euro - das sind vor allem Fördermittel sowie Erlöse aus dem Verkauf der Grundstücke am Bergmannsteig. Die Differenz zwischen Ausgaben in Höhe von 7,4 Millionen Euro und Einnahmen in Höhe von 5,7 Millionen Euro muss die Stadt selbst aufbringen. Dabei hilft die dank der überraschend hohen Gewerbesteuereinnahmen im Vorjahr gut gefüllte Liquiditätsreserve, die eine entsprechende Entnahme locker verkraftet. Damit kann die Stadt auf einen neuen Kredit verzichten. Wobei Kämmerin Janet Pentke im Stadtrat darauf hinwies, dass das unerwartete Plus bei der Gewerbesteuer im Vorjahr einmalig war und sich nicht wiederholen wird.

Die Vorberatungen und Diskussionen zum Haushaltsplan in den Ausschüssen und im Stadtrat verliefen insgesamt geräuschlos. Die öffentliche Auslegung des Planes im Januar erfolgte ohne dass Einsprüche gab.

Oberbürgermeister Volker Holuscha (Linke) dankte ausdrücklich allen Stadtratsfraktionen für die konstruktive Arbeit und die kritische Begleitung der Erarbeitung des Finanzplanes. Der Beschluss des Haushaltsplanes erfolgte im Stadtrat mit der Abstimmung zur entsprechenden Haushaltssatzung, die mit einer Enthaltung mehrheitlich ausfiel.


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