Hauen und Stechen in der AfD

Lars Kuppi löst Dr. Rolf Weigand an der Spitze des Kreisverbands ab. Der Unterlegene spricht von einem Chaos bei der Wahl. Der Sieger widerspricht.

Niederbobritzsch.

Die mittelsächsische AfD hat eine neue Spitze. Bei der Wahl am Samstag in Niederbobritzsch ist Lars Kuppi zum Vorsitzenden gewählt worden. Der Döbelner, Jahrgang 1971, löst damit seinen 36 Jahre alten Landtagskollegen Dr. Rolf Weigand ab. Kuppi erhielt 39 Stimmen, Weigand 32.

Offenbar ist die Partei zerstritten. Das legt eine Erklärung des Kleinvoigtsbergers nahe, die er mit der Landespolitikerin Romy Penz aus Flöha im Nachgang der Wahl veröffentlichte. Bei der Wahl hätte "reines Chaos" geherrscht, heißt es. Dem Kreisvorstand gehören dem Schreiben nach nun auch Mitglieder an, "welche den Kreisverband radikalisieren werden". Und weiter: "Zudem bekommen jetzt diejenigen Mitglieder wieder eine starke Stimme, welche seit fast zwei Jahren den Kreisverband durch interne Streitereien und persönliche Angriffe beschäftigt haben und nicht für das bürgerlich-konservative Wählerklientel stehen, dem wir angehören und für welches wir auch Politik machen."

Penz und Weigand werden, wie sie erklären, in den Parteigremien konstruktiv weiterarbeiten, aber "den Weg der AfD Mittelsachsen in eine Pöbelpartei" nicht mitgehen.

Kuppi, der das Schreiben bisher nicht kennt, entgegnet: " Eine Radikalisierung des Kreisverbands kommt für mich nicht infrage. Als Polizeibeamter habe ich einen Eid auf das Grundgesetz geleistet. Die Vorwürfe weise ich zurück." Die Wahl sei normal und ohne Chaos abgelaufen. Falls es Streitereien in der Partei gab oder gibt, wolle er als Schlichter alle an einen Tisch holen und die Konflikte lösen. (acr)

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