Heinrich Douffet ist verstorben

Denkmalschützer wird post mortem Ehrenbürger

Freiberg.

Der Denkmalschützer und ehemalige CDU-Stadt- und Kreisrat Heinrich Douffet ist gestern im Alter von 82 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Als studierter Geologe war der Freiberger von 1963 bis 1989 Beauftragter für Denkmalpflege im Kreis Freiberg. OB Sven Krüger (SPD): "Mit seiner Auffassung von Denkmalschutz prägte Heinrich Douffet die städtebauliche Entwicklung Freibergs. Die Stadt hat einen Visionär verloren, mit dem es sich zu streiten lohnte."

Der Stadtrat wollte Heinrich Douffet die Ehrenbürgerwürde verleihen. Morgen soll der Beschluss fallen. Zur Stadtratssitzung lädt der OB 16.15 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung zu Ehren von Heinrich Douffet auf die Rathausdiele ein. Douffets Schwester Christiane Grunewald wird die Ehrenbürger-Urkunde entgegennehmen. Douffets Wegbegleiter Ulrich Thiel, Leiter des Stadt- und Bergbaumuseums, würdigt Douffet als eine "Institution" in Freiberg. Ihm sei es "auf eine ganz unnachahmliche Weise" gelungen, eine Vielzahl unersetzbarer Denkmale zu retten. "Argumentierend, aber auch fordernd, seine ganze Persönlichkeit in die Waagschale werfend, streitbar, unermüdlich, offen seine Meinung vertretend, mit enormem Wissen, seine vielfältigen Kontakte nutzend." 1979 erreichte er die Aufnahme der Freiberger Altstadt und der Bergbauanlagen in Bezirksdenkmalliste und die zentrale Denkmalliste der DDR. Zu Denkmalpflege und Geschichte publizierte Douffet in Büchern und Zeitschriften. 1990 wurde er in die erste freie Volkskammer der DDR gewählt. 2005 bekam er den Freiberger Bürgerpreis. (ar/fhob/hh)

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