Heißer Tee und jede Menge Zulauf

427 Sportler haben an der diesjährigen Auflage des Zschopautallaufes teilgenommen. Das ist Rekord.

Erdmannsdorf.

Die Verständigung zwischen der Zeitnahme und dem Starter erfolgte beim Zschopautallauf auf dem Auensportplatz auf traditionelle Weise. Udo Haußmann, der während der 36. Auflage der Volkssportveranstaltung die Hoheit über die Startpistole besaß, betätigte die um seinen Hals hängende Trillerpfeife, um jeweils auf den bevorstehenden Beginn eines Laufes aufmerksam zu machen. Die Kollegen an der Zeitnahme verstanden dieses Signal problemlos, schließlich sind viele der ehrenamtlichen Helfer schon seit einigen Jahren beim Zschopautallauf zur Stelle, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Dies war bei der diesjährigen Auflage auch besonders wichtig, denn mit 427 Sportlerinnen und Sportlern zählten die Gastgeber von der SG Erdmannsdorf so viele Teilnehmer wie noch nie.

So zählt Familie Preusche seit Jahren zur Organisationscrew. Sabine Preusche hatte sich am Nachmittag gemeinsam mit Thea Langklotz in ihrer Küche getroffen, um rund 40 Liter Tee zu kochen. Dabei handelte es sich um eine Kräutermischung, die für die Aktiven sowohl gesüßt als auch ungesüßt zu haben war. "Da es am Sportplatz an den erforderlichen Möglichkeiten fehlt, haben wir den Tee zu Hause gekocht und dann hierher transportiert", sagte Sabine Preusche. Die Mühe hatte sich für die beiden Damen gelohnt, denn von dem Heißgetränk blieb nichts übrig. Eine besondere Aufgabe hatte Jens Preusche, der so zusagen der "Besenwagen" des Laufes über 8,7 Kilometer war. Seine Aufgabe bestand darin, den letzten Läufer des Teilnehmerfeldes zu begleiten. "Dabei ging es nicht vorrangig darum, den Teilnehmer zu motivieren. Vielmehr wussten alle Streckenposten und Helfer, dass nach mir kein Teilnehmer mehr kommt und sie deshalb ihren Posten verlassen und auf den Auensportplatz zurückkehren konnten", sagte Preusche, der einst bei Eintracht Erdmannsdorf/Augustusburg Fußball spielte. Sein Sohn wurde ebenfalls mit eingespannt, er agierte als Streckenposten. "Es gab in diesem Jahr verletzungsbedingte Ausfälle. Doch diese Sportler sind von den Helfern alle sicher zurückgebracht worden", sagte der "Schluss-Mann".

Für die D-Junioren der Eintracht stand am Wettkampftag das obligatorische Fußball-Training auf dem Plan. Dieses konnte wegen des Zschopautallaufes zwar nicht stattfinden, doch die jungen Kicker blieben dennoch nicht untätig. Sie wurden jedoch nicht als Helfer aktiv, sondern von ihrem Übungsleiter beim Lauf über zwei Kilometer angemeldet. "Das hat den Jungs auf jeden Fall Spaß gemacht", sagte Trainer Holger Schmidt. Positiv fiel auch das Fazit der Gastgeber aus. "Dank der tatkräftigen Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer, der befreundeten Vereine sowie der treuen Sponsoren war auch die Neuauflage unseres Laufes ein voller Erfolg. Besonders freut es mich, dass wir sehr viele Kinder aus dem eigenen Ort auf den Auensportplatz lotsen konnten, die auf der Bummi-runde unterwegs waren", sagte Mitorganisator Siegfried Kempe.

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