Hilfe für den Märchenwald

Die Firma Erzgebirgische Holzkunst aus Gahlenz hat zugesagt, Figuren für einen überfluteten Ausflugspark herzustellen. Auslöser war ein plötzlicher Besuch.

Gahlenz.

Der Altkreis Flöha ist am Montag gut vertreten gewesen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Bevor am Abend Augustusburgs Bürgermeister Dirk Neubauer in der ARD-Sendung "Hart aber fair" zu Gast war, gab es im Vorabendprogramm schon einen Auftritt von Gundolf Berger im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Der Geschäftsführer der Firma Erzgebirgische Holzkunst aus Gahlenz wurde in der Sendung "Mach Dich ran" von Moderator Mario D. Richardt "überfallen" - so, wie es bei der Tagesaufgabe der Sendung seit Jahren üblich ist.

Richardts Aufgabe diesmal: Er sollte eine Firma finden, die ein Märchenspiel aus dem Märchenwald Wünschendorf repariert. Die Figuren - alle bekannt aus den "Sandmännchen"-Sendungen - waren bei einem Unwetter im Juni dieses Jahres zerstört worden. Der thüringische, südlich von Gera gelegene Ort Wünschendorf war damals deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten, weil er nach einem Starkregenguss überflutet wurde.

Während die meisten der anderen Märchenspiele mit Unterstützung verschiedener Firmen und Sponsoren bereits wiederhergestellt werden konnten, sehen Pittiplatsch, Moppi und Co. noch immer arg ramponiert aus. "Wir haben sofort zugesagt, die Arbeiten an den Figuren zu machen, die wir bei uns auch ausführen können", sagte Gundolf Berger. "Dafür haben wir aber Zeit bis zum Frühjahr, wenn der Märchenwald wieder öffnen soll. Jetzt, in der Vorweihnachtszeit hätten wir keine Chance dazu."

Der Besuch des MDR-Fernsehteams habe bereits Mitte September stattgefunden, blickte Gundolf Berger zurück. "Die standen damals plötzlich bei uns in der Firma - so, wie sie es immer machen", sagte er. "Ich hatte das schon gar nicht mehr auf dem Schirm. Die Sendung an diesem Montag habe ich zufällig beim Abendessen eingeschaltet und plötzlich mein Gesicht gesehen."

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