Hilfe für Freibad: Jugendliche gehen voran

50 Bürger bei Treffen in Borstendorf - Nicht nur konstruktive Vorschläge

Borstendorf.

Die Mitglieder des Jugendclubs Borstendorf sind die ersten, die dem Aufruf gefolgt sind, sich für den Fortbestand des Freibades Borstendorf zu engagieren. "Wir werden den Kiosk betreiben", sagte Jugendclub-Chef Matthias Bender am Dienstagabend bei einer Gesprächsrunde im Bad. Rund 50 Einwohner aus allen drei Ortsteilen waren der Einladung von Grünhainichens Bürgermeister Robert Arnold gefolgt. Er hofft, interessierte Bürger zu finden, die die Gemeinde in ihrem Bemühen, das Freibad zu erhalten, unterstützen. Dem Treffen vorausgegangen waren hitzige Diskussionen um die geplante Verkleinerung des 50-Meter-Beckens sowie eine Petition mit 600 Unterschriften gegen das Vorhaben der Gemeinde.

Arnold betonte, dass es keine finanzierbare Alternative gebe. Der Badbetrieb sei eine freiwillige Leistung der Gemeinde. Die Kommune bleibe zwar Betreiber; für einen Förderverein sei es jedoch einfacher, an Fördergeld zu gelangen.


"Ein Förderverein wäre spitze", sagte Jugendclub-Chef Bender, dessen 20-köpfige Truppe den Imbissbetrieb übernimmt. Das personell abzusichern, sei nicht ganz einfach gewesen, sagte der 27-Jährige. Doch wenn es darum gehe, Freizeitmöglichkeiten im Ort zu erhalten, dürfe nichts unversucht bleiben. Falk Weber, seit zwei Jahren Borstendorfer, kündigte ebenfalls an, sich engagieren zu wollen: "Wir wollen ein funktionierendes Bad, auch in zehn Jahren noch. Ein Förderverein wäre deshalb eine tolle Sache." Heidi Swigon, Initiatorin der Petition, erklärte sich als einzige Verkleinerungsgegnerin zwar bereit, in einem Förderverein mitzuarbeiten, knüpfte daran jedoch Bedingungen: "Das 50-Meter-Becken muss bleiben, die Gemeinde muss den Verein unterstützen und in Grünhainichen und Waldkirchen für das Bad werben." Regelrecht Unverständnis rief ein weiterer Kritiker hervor. "Alles wegen der scheiß Schule", spielte der Borstendorfer auf den geplanten Schulneubau in Grünhainichen an. (hd)

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