"Ich würde die Zeit zum Schulversuch zurückdrehen"

Schulleiter Frank Hunger von der Oberschule Oederan will sich einbringen

Oederan.

In wenigen Tagen erhalten Sachsens Viertklässler mit dem Halbjahreszeugnis auch ihre Bildungsempfehlung. Es steht die Frage: Oberschule oder Gymnasium? Die "Freie Presse" stellt die Leiter der weiterführenden Schulen vor. Denn an der Spitze des Kollegiums prägen sie die Einrichtungen. Heute: Frank Hunger, Oberschule Oederan.

Ich bin Schulleiter, weil ...

... ich nach der politischen Wende gern die Schullandschaft mitgestalten und prägen wollte.

Die Einrichtung, die ich seit 2005 leite, ist einzigartig, weil ...

... ein "familiärer" Umgang gepflegt wird und die allermeisten Schüler gern in unsere Schule kommen. Weil wir es geschafft haben, dass seit Jahren alle Realschüler ihren Schulabschluss bestanden haben. Weil wir für unsere Schüler eine sehr praxisbezogene, in verschiedene Facetten verpackte und mehrfach ausgezeichnete Berufsorientierung praktizieren. Weil wir unseren Schülern ein sehr umfangreiches Ganztagsangebot bieten können und feste Traditionen pflegen. Weil unser Standort eine campusähnliche Struktur aufweist, wo von Schule über Sporthalle und Jugendhaus mit Schülerfirma bis zum Parkplatz und Bushaltestelle alles in einem Areal untergebracht ist.

Hätte ich einen Wunsch für meine Schule frei, würde ich ...

... die Zeit zurückdrehen, auf dem erfolgreichen Höhepunkt unseres Schulversuches "Gemeinschaftsschule" wieder einsteigen und diese Schulform mit meinen Lehrern, den Schülern und den Eltern weiterentwickeln.

Ich war als Schüler ...

... vielleicht nicht so sehr viel anders als die Kids heute, aber sicher etwas motivierter und zielstrebiger. Und - auch ich bin immer gern in die Schule gegangen und wollte immer Lehrer werden, echt! ka

Alle Beiträge der Serie sind online unter www.freiepresse.de/schulleiter zu finden.


Zur Person

Schulleiter ist Frank Hunger, Fachlehrer für Informatik und Sport, seit 1990 (bis 1992 Berufsschule, ab 1992 Mittel- bzw. Oberschule).

Der Lichtenberger ist 60 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.

Sein Lieblingsplatz in der Schule ist dort, "wo ich etwas zu tun habe - Sporthalle, Computerraum." (ka)


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