Im Schlosstheater sind nun auch die Puppen los

Erfolgreiche Premiere für Märchenstunde in Augustusburg. Kasper, Oma und Teufelchen sprechen nicht nur Kinder an.

Augustusburg.

Von der ersten Minute an hatte Puppenspielerin Cornelia Fritzsche die Kinder in ihren Bann gezogen. Schon wenige Sekunden nachdem der Kasper den Vorhang seines kleinen Puppentheaters mit einem Holzlöffel geöffnet hatte, gab es die ersten lauten Lacher. Das änderte sich auch in den nächsten 45 Minuten nicht. Die Kinder kicherten, lachten und riefen dem Kasperle laut zu, wo sich der Teufel versteckte. Das Schlosstheater Augustusburg feierte mit dem Puppenspiel "In Kaspers Küche ist der Teufel los - Teil 1" eine gelungene Premiere.

"Im nächsten halben Jahr bieten wir einmal monatlich sonntags Puppenspielvorstellungen an", berichtet Andreas Unglaub, der mit seiner Partnerin Anna Silke Röder das Schlosstheater in Augustusburg betreibt. Mit Cornelia Fritzsche haben sich die beiden Schauspieler eine preisgekrönte Puppenspielerin ins Boot geholt, mit der sie schon des Öfteren zusammengearbeitet haben.

Nach einer Ausbildung zur Köchin und einem Aufenthalt am Theater in Döbeln 1991 folgte für Cornelia Fritzsche ein Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart im Fachbereich Figurentheater, das sie 1996 mit dem Diplom abschloss.

Engagements an verschiedenen Puppentheatern sowie Regiearbeiten führten die gebürtige Schönebeckerin ab 1997 nach Chemnitz, Dresden, Naumburg, Stuttgart und Bautzen. Mit eigenen Solostücken im Bereich Kindertheater trat sie bei internationalen Theaterfestivals in Erlangen und Mistelbach/Wien auf. Seit 2004 ist Cornelia Fritzsche freiberuflich tätig, Gastspiele und Tourneen führen sie durch ganz Deutschland und Österreich.

Mit Kasper, Oma, Teufelchen und weiteren Figuren spricht die Puppenspielerin nicht nur die jüngsten Besucher an. Auch in den hinteren Reihen des gestern voll besetzten Theaters im Schlosskeller der Augustusburg, wo Eltern und Großeltern saßen, war fortlaufend herzhaftes Lachen zu hören. "Wir freuen uns sehr, dass die erste Vorstellung gleich so gut angenommen wurde", sagt Anna Silke Röder.

Die Märchenstunde im Schlosstheater Augustusburg findet einmal monatlich jeweils an einem Sonntag mit zwei Vorstellungen ab 11 und ab 15 Uhr statt. 19. Februar: "Hänsel und Gretel"; 12. März: "Schneewittchen", 16. April: "Rotkäppchen"; 21. Mai: "Die Bremer Stadtmusikanten"; 18. Juni: "In Kaspers Küche ist der Teufel los - Teil 2".

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...