In den Sommerferien auf Entdeckungstour bei den Siedlern

Wie jedes Jahr streifen die Siedler wieder durch Mittelsachsen. Mit dabei sind auch etliche Kinder. Für sie ist das ein ganz besonderes Abenteuer.

Memmendorf/Berthelsdorf.

Zelte und Planwagen stehen in einem großen Kreis auf der Wiese hinter dem Bürgerhaus in Berthelsdorf. Überall sitzen Menschen in historischen Gewändern und essen aus Tonschüsseln. Kinder rennen herum und spielen. Der Historische Besiedlungszug kam am Freitagnachmittag in Memmendorf an und schlug sein Lager auf. Nach dem anstrengenden Fußmarsch, den sie in Berthelsdorf gestartet haben, stand für die 160 Teilnehmer nun eine Stärkung an - mit leckerer und deftiger Hausmannskost.

Etwa 50 Kinder sind auch mit von der Partie. Für sie ist die ausgedehnte Wanderung wie eine Klassenfahrt - vielleicht auch, weil einige statt mit den Eltern mit Oma und Opa unterwegs sind. Und die drücken ja gerne auch mal ein Auge zu. Und weil Kindern ja oft vorgeworfen wird, ohne Fernsehen und Internet ginge es nicht, hat "Freie Presse" einmal bei den Jüngsten nachgefragt, wie schlimm ein paar Tage ohne Technik wirklich sind. Und die Kinder haben auch verraten, warum der Marsch eigentlich gar nicht so anstrengend ist.


Jonathan Schmid, 9 Jahre

Er muss auch während der Wanderung nicht auf das Fernsehen verzichten. "Wir haben doch das mittelalterliche Fernsehen - das Theater", sagt er. Auch seine Eltern will er überreden, mal mitzukommen, aber die sind nicht so begeistert. Er hingegen wandert schon das fünfte Mal mit.


Clara Berndt, 10 Jahre

Sie ist das erste Mal mit dem Siedlerzug unterwegs und schon jetzt begeistert: "Ich finde das Theater jeden Abend am tollsten. Die anderen Kinder führen immer Märchen auf", sagt Clara. Auch sie hat Freunde gefunden und ist jetzt schon traurig, wenn die Wanderung am Sonntag zu Ende ist.


Lea-Sophie Tiede, 9 Jahre

"Am Anfang bin ich zwar aufgeregt, aber wenn ich von der Bühne aus die Leute sehe, dann habe ich richtig viel Spaß", erzählt sie. Lea-Sophieaus Halle spielt in diesem Jahr im Theater die Rolle eines Geißleins. Von ihrem fünften Besiedlungszug ist die Schülerin begeistert.


Paul-Luca Thormann, 11 Jahre

Die abendlichen Kartenspiele mit den anderen Kindern sind für Paul-Luca aus Halle das Tollste. In diesem Jahr ist er schon das zweite Mal mit auf Wanderschaft. "Meine Freunde finden den Siedlerzug super cool und würden auch gerne mal mitmachen", erzählt er.


Bruno Hübner, 10 Jahre

Weil Brunos Papa in Frankenberg wohnt, sind die beiden natürlich beim Siedlerzug dabei - und das schon zum neunten Mal. "Das Laufen finde ich manchmal anstrengend. Zum Glück dürfen die Kinder nach der Mittagsrast immer auf den Planenwagen fahren", erzählt er.

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