Jetzt kriegt der Protest seine Würze

Direkt vom Feld spendet für den Hambacher Forst

Flöha.

Da hat Richard Friedrich nicht lange überlegt: "Geht klar liebe Freunde - wo dürfen wir das Paket hinschicken?" So antwortete der Inhaber des Online-Gewürzhandels Direkt vom Feld aus Flöha am Mittwochabend auf einen kurz zuvor veröffentlichten Aufruf aus dem Protest-Camp im Hambacher Forst. Die Camp-Küche hatte im sozialen Netzwerk Facebook um Gewürz-Spenden gebeten - möglichst in Großpackungen oder großen Mengen. Die Küche versorgt die Teilnehmer und Gäste des Protestes, der sich gegen die geplante Abholzung des Hambacher Forstes richtet - dreimal täglich, vegan und mit frischen Zutaten, heißt es auf der Internetseite. Der Energiekonzert RWE will den rund 200 Hektar großen Hambacher Forst roden, um Braunkohle zu fördern. Das Oberverwaltungsgericht hat das umstrittene Vorhaben gestoppt, die Räumung wurde daraufhin abgebrochen. Der Protest mit der Besetzung des Waldes und angrenzender Flächen geht trotzdem weiter.

Für Richard Friedrich ist die Gewürzspende ein selbstverständlicher Beitrag für eine sinnvolle Protestaktion. "Einen Wald abzuholzen ist immer bescheuert. Aber einen Wald abzuholzen, um die darunter liegende Braunkohle zu verfeuern ist kompletter Irrsinn", sagt Friedrich. Gestern packten er und seine Mitarbeiter eine große Kiste mit verschiedenen Gewürzen und schickten sie nach Nordrhein-Westfalen.

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