Kastanienhof baut für Tagespflege an

Erstmals entstehen im Altenhilfezentrum in Niederwiesa Plätze, die den Angehörigen Luft verschaffen sollen. Sorgen um Parkplätze konnten ausgeräumt werden.

Niederwiesa.

Bereits zum zweiten Mal seit der Eröffnung im Jahre 2011 wird der Kastanienhof in Niederwiesa erweitert. Das Altenhilfezentrum zwischen Dresdner und Talstraße will einen Neubau ergänzen, der vorwiegend Tagespflegegästen zur Verfügung stehen soll. Das vom Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung aus Mittweida betriebene Pflegezentrum hatte bislang nur Plätze für die vollstationäre Betreuung, zunächst 48, seit dem Anbau 2014 sind es 78 - alle ausgelastet. Geschäftsführerin Ute Röser zufolge war es das Pflegestärkungsgesetz von 2017, das den Impuls für die nun anstehende Erweiterung gab. "Der Fokus liegt jetzt darauf, dass die Menschen länger zu Hause gepflegt werden", erklärt Röser. Zugleich sollen damit die pflegenden Angehörigen entlastet werden. In einem An- und Neubau sind 15 Tagespflegeplätze dafür geplant. "Natürlich sollen auch wieder Arbeitsplätze in Niederwiesa entstehen", kündigt die Chefin an.

Das Gebäude soll an den Trakt an der Talstraße angeschlossen werden, zusätzlich sechs weitere Einzelzimmer für vollstationäre Pflege beherbergen und einen separaten Eingang bekommen. Auch Personalräume und ein Zugang zum Garten sind geplant. 2020 wird als Baubeginn anvisiert. Der Bauantrag war im Gemeinderat im Juli wegen Bedenken zur Parkplatzsituation zurückgestellt worden. Die konnte das vom Verein beauftragte Planungsbüro im Hauptausschuss insoweit zerstreuen, dass nun die Empfehlung der Gemeinde ans Landratsamt geht, der Erweiterung zuzustimmen. "Ich bin froh darüber, denn die Plätze bedeuten eine Erleichterung für viele Angehörige", so Bürgermeisterin Ilona Meier (parteilos).

Laut dem Planungsbüro sollen drei neue Parkplätze entstehen, sodass insgesamt 14 Plätze zur Verfügung stehen. Diese aufgerundete Zahl habe sich aus einer Hochrechnung ergeben, die von einem Parkplatz pro 6,5 Betten in der gesamten Einrichtung sowie einem für die Tagespflege ausgeht. In der Regel werden Tagespflegegäste von Angehörigen oder einem Servicedienst in die Einrichtung gebracht und wieder abgeholt, erklärte der Büromitarbeiter. Ein Reserveparkplatz für Kurzzeitparker sei im Wirtschaftshof zusätzlich vorhanden, wenn dort kein Lieferfahrzeug steht. Die Mitarbeiter könnten an der Bahnhofstraße parken, so Meier.

"Wenn morgens 8 Uhr alle gebracht werden, kann es auf der Talstraße eng werden", gab Hans-Jürgen Schubert (AfD) zu Bedenken. Das soll die Zufahrt von der Talstraße entschärfen: Wie bei einem Hotel sollen Bringdienste oder Angehörige vor den Eingang fahren können, ohne auf der Talstraße zu halten. Auf der Auffahrt soll laut Planungsbüro Platz für zwei Transporter sein; auch ein Ausweichen auf den Hof sei möglich. "Es müsste wirklich Pech sein, wenn alle gleichzeitig ankommen", so der Mitarbeiter. In der Regel erfolge die Ankunft in der Zeit von 7.30 bis 9.30 Uhr.

Im September 2014 war das Richtfest für den ersten Erweiterungsbau gefeiert worden. 2011 hatte der Trägerverein das erste Seniorenheim in Niederwiesa eröffnet.

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