Keine Abschiebung von Afghanen in Haft

Freiberg.

Der Mann aus Afghanistan, der am 20. Mai seine Ehefrau in einer Freiberger Wohnung getötet haben soll und seit viereinhalb Jahren in Deutschland lebt, wird nicht abgeschoben. Wegen des Verdachts auf Totschlag sitzt der 39-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt in Dresden. Die Ermittlungen laufen. Das geht aus einer Antwort von Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Rolf Weigand (AfD) hervor. Demnach sei der Mann Ende 2015 nach Deutschland eingereist und stellte am 14. Juni 2016 einen Asylantrag. Dieser wurde vier Monate später vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt. Dennoch gilt für ihn keine Ausreisepflicht; am 10. August 2018 hatte das Amt Abschiebungsverbot wegen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit festgestellt. (cor)

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