Kirchensänger wollen bei Gartenschau musikalisch punkten

Das Großereignis in Frankenberg ruft auch die Kantorei auf den Plan. Zu Himmelfahrt steigt das erste Konzert. Zum Festival im Herbst werden sogar 500 Sänger erwartet.

Frankenberg.

Seit Wochen proben die Laiensänger der Frankenberger Kantorei unter Leitung von Carsten Hauptmann. Denn für die Auftritte bei der Landesgartenschau muss alles passen. Dreimal ist der Chor in der Zschopauaue zu erleben - erstmals am 30. Mai, dem Himmelfahrtstag, ab 10 Uhr bei einem ökumenischen Gottesdienst. "Erwartet werden rund 150 Chorsänger und bis zu 70 Bläser", so Hauptmann.

Den Gottesdienst halten der evangelische Landesbischof Carsten Rentzing und der katholische Bischof Heinrich Timmerevers. "Für den Gottesdienst gibt es Karten zum ermäßigten Preis von 5 Euro über die Pfarrämter der Region", sagt der Kantor.


Mehr Musik gibt es zum Abschlusskonzert des Mittelsächsischen Kultursommers am 8. September. Die Kantorei tritt mit einem Sinfonieorchester in der Stadtkirche auf. Höhepunkt ist aber das Chorfestival am 28. September mit 500 Sängern und einem Orchester auf der Gartenschau.

Kantor Hauptmann will mit seinen 26 Sängern nicht nur die Gartenschau bereichern. Vor zwei Jahren, als die Kantorei Bachs berühmtes Weihnachtsoratorium einstudiert hatte, fanden einige Neue den Weg zum Chor. Einen ähnlichen Schub erhofft sich Hauptmann durch die anstehenden Auftritte.

Aktuell engagieren sich Frauen und Männer zwischen 18 und 83Jahren bei der Kantorei. Geprobt wird jeden Dienstag ab 19.30 Uhr für eineinhalb Stunden in den Räumen des Kantorats an der Schulstraße. Das Repertoire reicht von Kanons und Kantaten über moderne Kirchenlieder bis zu Gospel und Chorälen.

"Das Singen in der Kantorei ist generationsübergreifend und geht über Konfessionen hinaus", sagt Hauptmann. "Uns eint einfach die Freude am Singen. Und das baut viele Brücken und macht stark." (fa)

Landesgartenschau Der Eintritt für Erwachsene kostet 16, mit Pressekarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenlos mitnehmen. Tickets in "Freie Presse"-Shops und bei Shop-Partnern. Nur dort gibt es den Pressekarten-Rabatt.

Mehr Artikel, Videos und ein interaktiver Lageplan der Landesgartenschau bei "Freie Presse" im Internet: www.freiepresse.de/laga2019


Wie Chorsänger den Weg zur Kantorei fanden

Ernst-Friedrich Edler ist Neu-Frankenberger: "Ich wohne erst seit Oktober in der Stadt, stamme aus Jessen bei Wittenberg. Mit Musik bin ich aufgewachsen, habe in mehreren Kantoreien gesungen. Mit dem Umzug habe ich neue Kontakte gesucht, da war die Kantorei der einfachste Weg. Man wird mit offenen Armen empfangen.

Andrea König stammt aus dem Erzgebirge und wohnt seit fünf Jahren in Frankenberg: "Das Weihnachtsoratorium 2017 war für mich der Einsteig in die Kantorei. Ich war vorher in Chören aktiv. Singen ist für mich Entspannung vom Alltag. Jede Chorprobe ist ein Abend, an dem man sich zwar konzentrieren muss, aber dennoch abschalten kann."

Johannes Nacke kann schon 16 Jahre Chor-Erfahrung in Frankenberg vorweisen: "Mein Vater war Kantor in Auerswalde, dadurch bin ich mit der Kantorei groß geworden. Ich singe einfach gerne. Musik ist für mich sehr wichtig, damit lebe ich auf. Einen Lieblingskomponisten habe ich nicht, aber die Bach-Choräle finde ich toll." (fa)

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