Kreisel in der Region werden zum Hingucker

Frankenberg sucht eine Gestaltungsidee für den Kreisverkehr. Die Innenbereiche sollen ein Aushängeschild für den Ort sein. Mittweida hatte nach langem Streit eine Lösung für seine Verkehrsinsel gefunden.

Frankenberg/Mittweida.

Eine gestaltete Grünfläche, ein Kunstwerk oder doch lieber etwas anderes? In Frankenberg steht die Frage im Raum, wie man die nicht gerade einladende Innenfläche des Kreisverkehrs an der Äußeren Chemnitzer Straße zum Abzweig Brunnenstraße etwas aufhübschen und zum Hingucker machen könnte.

"Wie der Kreisverkehr jetzt aussieht, ist er als Eingang zur Stadt nicht gerade einladend", bemängelt Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU). Er könne sich vorstellen, einen Ideenwettbewerb für eine Neugestaltung auszuloben und auch Sponsoren anzusprechen, die das Vorhaben unterstützen wollen. "Denn so etwas muss ja auch finanziert werden." Laut Firmenich wird die Verwaltung das Projekt ausarbeiten und anschließend ausschreiben. Eine Kommission könnte dann über die eingegangenen Vorschläge befinden und der Stadtrat letztendlich die Entscheidung treffen. Ziel sei es, gegen Jahresende den Aufruf zu starten. "Meine persönliche Idee ist, die Karosse eines Framo oder Barkas mit einer entsprechenden Gestaltung aufzustellen und so an die Industriegeschichte unserer Stadt zu erinnern", sagt der Bürgermeister.

Einen jahrelangen Streit über die Gestaltung des Kreisverkehrs, wie er in Mittweida ausgefochten wurde, will man in Frankenberg allerdings nicht haben. Dort lag der Innen- bereich des oberen Kreisverkehrs an der Chemnitzer Straße lange brach. Während die Verkehrsinsel an der Weberstraße schon vor Jahren bepflanzt wurde, sollte auf der Grünfläche des oberen Kreisverkehrs eine Kunstinstallation aufgestellt werden. Zur Debatte stand zuletzt eine Säule, die von dem Seelitzer Künstler Detlef Lieffertz entworfen worden war. Kosten: 100.000 Euro. Das war der Mehrheit im Stadtrat zu teuer. Deshalb wurde das Projekt abgelehnt.

Im Frühjahr entschied die Stadt dann, das Hochschuljubiläum für eine vorübergehende Gestaltung der Grünfläche zu nutzen: Der Bauhof hatte große Pflanzschalen in Form der Ziffern 1,5 und 0 gebaut und diese mit Blumen bepflanzt. Zusammen mit dem Logo der Hochschule weist der Kreisverkehr nun auf das 150-jährige Bestehen der Bildungseinrichtung hin, das Mittweida noch bis 2017 feiert. Im Sommer wurden die Frühlingsblumen durch rote Sommerblumen ausgetauscht. Wie der Kreisverkehr nach den Jubiläums-Feierlichkeiten gestaltet wird, ist derzeit noch offen.

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