"Kunst füllt die Seele"

20 Jahre Turmgalerie: Maler Günter Wentz über die Gründe, Empfundenes mit Malerei auszudrücken

Augustusburg.

Seit 20 Jahren gibt es die Galerie im Lindenturm von Schloss Augustusburg. Die "Freie Presse" stellt Vereinsmitglieder vor. Heute: Günter Wentz, Flöha.

Meine künstlerische Begeisterung habe ich entdeckt als ...

... ich meine Ausbildung zum Dekorationsmaler begann. Da waren die Ölbilder meines Lehrmeisters, die in dessen Jugendjahren entstanden sind. Sie erregten mein Interesse und den Wunsch, mich mit dieser Kunst zu beschäftigen. Ich begann, in der Natur zu zeichnen und zu malen. Es waren diese ersten Versuche und kleinen Erfolge, die meine Liebe zur Malerei geweckt haben.

Kunst ist für mich nicht brotlos, weil ...

... ein Leben mit der Kunst eine Bereicherung für mich ist. Gesehenes und Empfundenes mit den Mitteln der Malerei auszudrücken, dabei Neues zu entdecken, füllt zwar nicht den Magen - aber die Seele.

Ich male am liebsten, wenn ...

... ich allein Zeit für mich habe. Ein "Malgrund", angeregt durch eigene oder fremde Arbeiten, durch die Natur und die Dinge um uns, findet sich immer.

Über Kunst lässt sich nicht streiten, aber ...

... vortrefflich debattieren und zuweilen philosophieren. Im Streit regiert oft nicht der Sachverstand, sondern das Ego - dafür stehe ich nicht. In Erinnerung ist mir da der Titel eines Bildes geblieben: "Das unfruchtbare Streitgespräch".

In der Schule war ich im Zeichenunterricht ...

... leider erst in den letzten Jahren gefordert, da das Fach in der Nachkriegsschulzeit oft ausfiel.

Wenn ich nicht Künstler geworden wäre, ...

... wäre ich Gärtner oder Förster geworden. Ich hätte so die Natur gestaltet, die ich versuche, mit Stift und Pinsel zu interpretieren. anpö

Beiträge , die in der Reihe "20 Jahre Turmgalerie" erschienen, sind unter www.freie-presse.de/turmgalerie zu finden.


Zur Person

Günter Wentz (82) wohnt in Flöha. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach einer Lehre im Malerhandwerk schloss er 1958 die Ausbildung zum Werbe- und Schriftgestalter ab und arbeitete bis zum Renteneintritt in diesen beiden Berufen. Seine künstlerischen Fertigkeiten vertiefte er unter anderem durch ein mehrjähriges, abgeschlossenes Fernstudium der Malerei und Grafik am Zentralhaus für Kulturarbeit in Leipzig. Seit 18 Jahren ist er Mitglied im Verein "Turmgalerie im Schloss Augustusburg". In der aktuellen Ausstellung ist er mit den Bildern "Flöhatal" und "Straßenansicht von Leipzig" vertreten. (anpö)

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