Kunstrasen: Alternative für Granulat gefunden

Neuer Boden für den Schulsportplatz könnte Gemeinde mehr kosten

Niederwiesa.

Der Neubau einer Schulsportaußenanlage in Niederwiesa wird voraussichtlich teurer. Einer aktuellen Neuberechnung zufolge erhöhen sich die Neubaukosten um rund 20.000 Euro, teilte Bürgermeisterin Ilona Meier (parteilos) in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Bislang war die Gemeinde von Kosten in Höhe von 480.000 Euro ausgegangen. Eine Baugenehmigung liegt seit Juli vor. Indes soll nun das eingeplante Kunststoffgranulat nicht mehr verwendet werden, weil es die Europäische Chemikalienagentur mittlerweile als möglicherweise krebserregend einstuft.

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) hat daraufhin einen Förderstopp eingeführt: "Die Förderung von Maßnahmen zur Sanierung und zum Neubau von Sportstätten, welche ein SBR-Granulat (Styrol-Butadien-Rubber-Granulat) verwenden, wird aktuell ausgesetzt", heißt es in den entsprechenden Förderrichtlinien. Bei der SAB hatte auch Niederwiesa Fördermittel für den neuen Platz beantragt. Viele Gemeinden seien von der Änderung betroffen, berichtete Meier. Ein Gespräch im Sächsischen Städte- und Gemeindetag sowie Telefonate mit SAB und Kultusministerium Ende September hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Der Planer des Neubaus habe jedoch ein Material für die Kunststoffoberfläche gefunden, das ohne das Granulat auskommt, so Meier. Die SAB habe der Gemeinde inzwischen bestätigt, dass sie dieses für zuwendungsfähig hält. Ein entsprechender Antrag zur Übernahme der Mehrkosten sei inzwischen gestellt. Die Bürgermeisterin hofft, dass die Fördermittel noch 2019 fließen. Der Neubau der Schulsportaußenanlage ist erforderlich, weil die neue Schulsporthalle auf dem bisher genutzten Hartplatz entstehen soll. (kala)

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