Lernen ohne zu schwitzen

Alle haben nur ein Thema: die Hitze. Jeder versucht, sich irgendwie davor zu schützen. Und es wird noch heißer. Doch was ist eigentlich mit Schülern und Lehrern?

Flöha.

Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius sind vorhergesagt. Für den heutigen Dienstag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch für Teile Mittelsachsens eine amtliche Hitzewarnung ausgegeben. In den meisten Grund- und weiterführenden Schulen wird mit verkürztem Stundenplan gearbeitet. Das hat am Montag eine Umfrage in Schulen der Region ergeben. Zwei Wochen vor den Sommerferien ist zwar bereits Notenschluss. Trotzdem findet vielerorts regulärer Unterricht statt. So zum Beispiel am Gymnasium in Frankenberg. "Nur weil es für dieses Jahr keine Noten mehr gibt, heißt das ja nicht, dass wir keinen Unterricht mehr machen", sagt Schulleiter Ingo Pezold. Der wird aber auch gerne ins Freie verlagert, wie im Gymnasium in Augustusburg: "Wir haben teilweise unseren Unterricht im Schatten", teilt die Schulleiterin Angelika Mann mit. Dort gibt es außerdem einen Trinkbrunnen, an dem sich Schüler und Lehrer bedienen können. In der Mittelschule Eppendorf wird der Unterricht auch nach draußen verlegt: "Der Sportunterricht ist im Freibad Eppendorf", so der Schulleiter Holger Bachmann.

In der Grundschule Flöha gibt es bezüglich des Sportunterrichtes ebenso eine Änderung. Beim Sportfest vor einer Woche gab es die letzten Zensuren für dieses Schuljahr: So müssen die Schüler deswegen jetzt nicht mehr schwitzen, wie die Schulleiterin Ines Schik mitteilt. In der kommenden Woche finden vielerorts Projekte oder Ausflüge statt.


Mit den steigenden Temperaturen erhöht sich auch die Waldbrandgefahr im Landkreis. Laut DWD ist für Dienstag in Mittelsachsen die mittlere Gefahrenstufe Drei von Fünf angesagt, für Mittwoch sogar Stufe Vier - hohe Waldbrandgefahr. Lediglich die oberen Lagen des Mittleren Erzgebirges bilden eine Ausnahme: Dort liegt die Gefahr je eine Stufe niedriger. Ab Stufe Vier kann die Untere Forstbehörde bestimmte Schutzmaßnahmen einleiten, etwa Parkplätze und touristische Einrichtungen im Wald sperren. In Mittelsachsen wird das vorerst aber nicht passieren. "Wir planen aktuell keine besonderen, über den ohnehin erforderlichen sorgsamen Umgang mit Feuer und entzündlichen Materialien hinausgehenden Einschränkungen", teilte Pressereferentin Cornelia Kluge mit.

"Ab der Waldbrandgefahrenstufe Vier wird empfohlen, das Betreten von Wäldern gänzlich zu vermeiden", sagt Michael Tatz, Vorsitzender des mittelsächsischen Kreisfeuerwehrverbandes. Ohnehin ganzjährig verboten sei neben dem Befahren von Waldwegen mit Motorfahrzeugen der Umgang mit offenem Feuer im Wald. "Damit sind Rauchen, Grillen und das Zünden von Lagerfeuern generell untersagt."

Problematischer als Waldbrände seien im Landkreis allerdings Ödland- und Feldbrände, erklärt der Verbandschef. "Letztere haben insbesondere im vergangenen Jahr unsere Feuerwehren auf Trab gehalten." Viele dieser Brände seien von weggeworfenen Zigarettenkippen verursacht worden, so Tatz. (mit lea)

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