Lichtenwalde plant Platz für Häuslebauer

Am Niederwiesaer Weg soll ein neuer Eigenheimstandort entstehen. Doch Ortsvorsteher Jens Bossard hat noch viel mehr Wünsche.

Lichtenwalde.

"Lichtenwalde ist nicht nur der schönste Ortsteil von Niederwiesa, sondern auch der bekannteste", sagt Ortsvorsteher Jens Bossard. Er ist seit 2004 im Ortschaftsrat tätig und wurde 2009 zum Ortsvorsteher gewählt. Und in diesem Jahr sei einiges geplant, um den Ort mit dem Barockschloss noch attraktiver zu machen.

Das neue Feuerwehrgebäude steht auf der Vorhabensliste für dieses Jahr bei Jens Bossard ganz oben. "Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr fertig werden und der Einzug in das neue Gebäude erfolgen kann", sagt er. "Mit den Fundamenten wurde bereits begonnen, derzeit ist aber Winterruhe auf der Baustelle", so der 52-Jährige. Die neue Feuerwache soll unter anderem drei Stellplätze und einen großen Schulungsraum erhalten. "Auch getrennte Umkleideräume und Sanitäranlagen für Männer und Frauen wird es geben, denn wir haben eine starke Frauenabteilung", sagt Bossard, der 20 Jahre lang stellvertretender Wehrleiter war und dieses Amt 2019 freiwillig für einen jüngeren Kameraden freigab.

Das neue Depot entsteht in zweiter Reihe in der August-Bebel-Straße und wird in Zukunft unter der Anschrift Florianweg 1 erreichbar sein. "Wir haben die Zufahrtsstraße nach dem heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr, benannt", begründet Bossard.

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Zukunft sei der Breitbandausbau in der Gemeinde. "Der Vertrag mit der Telekom ist unterschrieben", so Bossard. Obwohl das Unternehmen laut Vertrag vier Jahre Zeit hätte, um das Vorhaben umzusetzen, hofft Bossard, dass es noch in diesem Jahr losgeht. "Ich habe immer wieder bei der Gemeinde und bei der Telekom gedrängelt. Mir wurde von der Telekom versprochen, dass sie versucht, so schnell wie möglich in Lichtenwalde zu beginnen."

Ein Eigenheimstandort soll am Niederwiesaer Weg entstehen, erklärt der Ortsvorsteher. Geplant seien am sogenannten Apfelweg, wie der Weg im Volksmund heißt, Platz für zehn Eigenheime zu schaffen. Zudem gebe es Überlegungen, zu einem späteren Zeitpunkt auch angrenzenden Privatgrund zu erschließen, um weitere Häuser bauen zu können. "Ich hoffe, dass es so schnell wie möglich losgeht. Bedarf ist auf jeden Fall da", sagt Bossard.

Ebenfalls auf der Agenda stehe der Straßenbau Zur Alten Mühle. Auf einer Länge von etwa 400 Metern soll die Oberfläche saniert werden. "Am Zapfenbach wird dieses Jahr außerdem die Straßenbeleuchtung erneuert. Bei einem Feuerwehreinsatz im vergangenem Jahr haben wir gesehen, dass die Säulen dort durchgerostet sind. Auch die Kläranlage des ZWA wird in diesem Jahr erneuert, erweitert und ertüchtigt", so Bossard.

Wünschen würde sich der Ortsvorsteher, dass die August-Bebel-Straße zur Tempo-30-Zone wird. "Wir haben das schon mehrfach beantragt. Von der Straßenverkehrsbehörde wurde es aber auch bereits mehrfach abgelehnt, mit der Begründung, die Straße wäre breit genug und es wäre zu wenig Verkehr", sagt Bossard. Die Lebensqualität der Anwohner leide aber unter dem ständigen Lärm. "Es müsste mal eine Verkehrszählung zur richtigen Zeit erfolgen und nicht in der Ruhephase", betont Bossard.

Auch der Ausbau der Frankenberger Straße, der K 7704, steht auf seinem Wunschzettel. "Vor dem Zusammenschluss der ehemaligen Kreise zum Kreis Mittelsachsen wurde gesagt, dass kreisüberschreitende Straßen in Ordnung gebracht werden. Vom ehemaligen Kreis Mittweida wurde es bis zur Ortsgrenze Lichtenwalde auch ausgeführt. Auf unserer Seite sind allerdings nur Ausbesserungsarbeiten erfolgt. Sonst nichts." Solange die Straße nicht grundhaft erneuert würde, können dort auch keine Fußwege gebaut werden, erklärt Bossard auch mit Blick auf den Kindergarten, der an diese Straße liegt.

Auch die weitere Planung des Radwanderweges zwischen Lichtenwalde und Frankenberg liegt dem Ortsvorsteher dieses Jahr am Herzen. "Gespräche zum Radwanderweg haben bereits stattgefunden", so Bossard.

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