Lionsclub muss auf die Bremse treten

Zehn Künstler, zwölf Motive und zwei Euro für den Service-Club - bei der sechsten Auflage des Kunstkalenders wird das Schöne mit dem Wohltätigen verbunden.

Flöha/Augustusburg.

Die Coronapandemie beeinflusst auch die Arbeit des Lionsclubs Flöha/Augustusburg. Und das in zweifacher Hinsicht. Weil die großen Veranstaltungen abgeblasen werden mussten, fehlen Einnahmen. "Wir reden von 7000 bis 9000 Euro, wenn alles optimal gelaufen wäre", sagt Lions-Sekretär Werner Sieber. Dieses Geld wäre beim Sommerkonzert, dem Weihnachtskonzert am 3. Advent und dem Biker-Wintertreffen erfahrungsgemäß reingekommen. Mit diesem Geld unterstützt der Verein traditionell Vereine oder Einrichtungen. Zuletzt haben beispielsweise die Kirchgemeinde Flöha-Plaue 500 Euro für eine neue Orgel bekommen, die Sportgemeinschaft "Wil-denstein" Grünhaichen 2000 Euro für Sportbekleidung.

Auch die Familie eines behinderten Mädchens ist mit 1000 Euro für ein geeignetes Auto unterstützt worden. Diese Zusagen hat der Club trotz schwieriger Zeiten aufrecht erhalten. "Wir haben in der Vergangenheit gut gewirtschaftet", sagt Sieber.

Auch im kommenden Jahr möchte der Lionsclub sinnvollen Projekten helfen. Fest eingeplant sind 500 Euro für die Musikschule in Flöha und 300 Euro für die Grundschule Eppendorf. Für weitere Projekte tritt Sieber auf die Bremse. "Wir müssen abwarten, was im kommenden Jahr an Veranstaltungen möglich ist und ob wir andere Einnahmequellen finden."

Eine neue Einnahmequelle hat sich bereits aufgetan. Vom Augustusburger Kunstkalender werden erstmals 2 Euro an die Lions gespendet. 750 Exemplare sind mit Unterstützung örtlicher Unternehmen gedruckt worden und werden für je 12 Euro verkauft. "Bei Bedarf können wir weitere Exemplare nachdrucken", sagt Uwe Schwarz, Inhaber der Werbeagentur "made in Flöha" und Präsident des Lionsclubs. Geehrt mit zwei Motiven wird auch der 1975 verstorbene Künstler Hans Rudolph.


Ausstellung am 1. Dezember

Zehn Künstler werden auf den Kalenderblättern präsentiert: Uwe Bayer (Frankenberg), Olaf Sporbert (Frankenberg), Günter Wittwer (Oederan), Dietmar Weickert (Frankenberg), Günter Wentz (Flöha), Wolfgang Belz (Augustusburg), Jan Bärmig (Flöha), Rafael Gamez (Eppendorf), Uwe Schwarz (Augustusburg) und Hans Rudolph (†, Niederwiesa).

Erhältlich ist der Kalender in der Touristinformation, beim Kunstgewerbe "Alte Apotheke", an der Kasse des Schlosses Augustusburg, im Schmuckstübchen und bei der Agentur "made in Flöha".

Die Originale werden am 1. Dezember ab 17 Uhr im Stadthaus Augustusburg ausgestellt. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich und im Internet möglich auf:

www.augustusburg.de

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