Mähen wie zu Opas Zeiten

Die historische Getreideernte des Heimatvereins Gahlenz hat am Samstag wieder viele Zuschauer aufs Feld gelockt.

Gahlenz.

Obwohl die Mitglieder des Heimatvereins Gahlenz seit vielen Jahren im Sommer mit historischer Technik zum Ernteeinsatz fahren, gibt es immer wieder mal eine Premiere: Erstmals hat am Sonnabend der Mähbinder von Egon Tzscheutschler hinter dem ebenfalls altgedienten Lanz-Bulldog-Traktor, Baujahr 1939, seinen Dienst getan.

Tzscheutschler ist Landwirt aus Leidenschaft. Der Kirchbacher gab Heinz Naumann auf dem Sitz der Maschine vor dem Start noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Selbst mochte der 79-Jährige nicht mehr auf seinem Mähbinder sitzen. Danach tat der "Kruppbinder, links" aus den 1950er-Jahren seine Arbeit wie in besten Zeiten. Bahn für Bahn wurde der Roggen geerntet und die Garben zur Seite ausgeworfen. Das Feld hatte wieder die Bäuerliche Erzeugergenossenschaft Gahlenz für den historischen Ernteeinsatz zur Verfügung gestellt. Deren Vorstandsvorsitzende, Andreas Petschke, war ebenfalls mit vor Ort, prüfte den Reifegrad des Korns und zeigte sich darüber sehr zufrieden. Zuschauer aller Altersgruppen verfolgten das anderthalbstündige Spektakel vom Feldrand. Während die einen in Erinnerungen schwelgten, waren die anderen fasziniert von der tuckernden Technik.


Das Aufstellen der Garben zu Puppen konnte sich die Männer und Frauen diesmal sparen - auf Grund der trockenen Witterung der letzten Tage war das Getreide sofort reif zum Abtransport ins Dorfmuseum. Dort wird es am 1. September beim Erntefest gedroschen - natürlich traditionell mit historischer Technik und mit dem Dreschflegel.

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