Mal Uniform, mal Einsatzkleidung

Bevor sich die Lichtenwalder Feuerwehr zur Versammlung traf, mussten die Mitglieder noch einmal ausrücken.

Lichtenwalde.

Matthias Miesel ist auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenwalde als Wehrleiter wiedergewählt worden. Seine Stellvertreter sind Michael Barthel und Mike Endtmann. Während Barthel in seinem Amt bestätigt wurde, folgt Endtmann auf Jens Bossard, der seinen Stellvertreterposten - wie lange zuvor angekündigt - zur Verfügung stellte.

Bevor die Versammlung überhaupt beginnen konnte, musste die Truppe noch einmal ausrücken. Die Lichtenwalder steckten gerade in den Vorbereitungen zur Veranstaltung, als sie zur Beseitigung einer Ölspur zwischen Lichtenwalde und Niederwiesa gerufen wurden. Schnell tauschten sie die Uniform mit der Einsatzkleidung und rückten aus. Die Aufgabe war zügig erledigt, die Versammlung konnte pünktlich beginnen. Stress gab es deshalb aber nicht. "Schließlich sind wir dafür da", brachte es Einsatzkraft Franziska Heller auf den Punkt.

"Hinter uns liegt ein ereignisreiches Jahr", sagte Mathias Miesel in seinem Rechenschaftsbericht und erwähnte in diesem Zusammenhang auch die Kündigung des Wehr-Domizils im Gebäude des Sächsischen Landeskontrollverbandes Lichtenwalde. Der Wehr wurde das Depot gekündigt, da der Verband die Flächen für den Eigenbedarf benötigt. "Das war für uns natürlich erst einmal ein Schock. Aber nun haben wir das Tal der Tränen durchschritten und freuen uns auf den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Derzeit laufen die Planungen dazu auf Hochtouren", sagte Miesel, der seit 20 Jahren Chef der Lichtenwalder Feuerwehr ist. Der Landeskontrollverband sei zudem weiterhin ein verlässlicher Partner. "Dort arbeiten drei Kameraden von uns, die für die Tagesbereitschaft jederzeit zur Verfügung stehen", lobte Miesel.

Die Truppe musste 2018 insgesamt 32-mal ausrücken. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine spürbare Steigerung. Dreimal war ein Brand die Ursache für die Alarmierung, weitere Einsätze erfolgten insbesondere bei technischen Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen, ausgelösten Brandmeldeanlagen sowie der Beseitigung von Schäden, die Sturmtief Friederike hinterlassen hatte. Die aktive Truppe zählt 23Personen, die Alters- und Ehrenabteilung umfasst acht Kameraden.

"Die Kinderfeuerwehr bildet mit der Wehr in Niederwiesa eine Einheit. Bei der Jugendfeuerwehr sind 15Mädchen und Jungen dabei, die unter Leitung von Jugendwart Norman Schikorr ausgebildet werden", sagte der 45-jährige Miesel. Der Feuerwehrnachwuchs trifft sich immer mittwochs ab 16.30 Uhr. "Neue Mitstreiter sind nach wie vor herzlich willkommen", so der Wehrleiter.

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