Marbacher legen sich für den Sport im Ort ins Zeug

Straßen und Infrastruktur sind in Ordnung. Einige Investitionswünsche gibt es aber noch. Die haben vor allem mit dem Vereinsleben zu tun.

Marbach.

Wer mit seinem Fahrzeug durch den Leubsdorfer Ortsteil Marbach rollt, muss nicht um den Zustand seines Autos bangen. Abgesehen von wenigen Engstellen, die sich aus der vorhandenen Bebauung ergeben, ist die Grünhainichener Straße in der gesamten Ortslage komplett ausgebaut. Auch die Nebenstraßen sind in Takt. "Da können wir uns tatsächlich nicht beschweren. In Sachen Straßenbau ist in den vergangenen Jahren bei uns viel passiert", sagt Ortsvorsteherin Karina Richter.

Zugleich sendet sie eine Botschaft in das Leubsdorfer Rathaus, die Bürgermeister Dirk Fröhlich (CDU) gefallen dürfte. "Bei uns gibt es aktuell in Sachen öffentliche Investitionen keine unerfüllten Wünsche", sagt die Ehrenamtlerin, die seit 2014 dem Ortschaftsrat vorsteht und zudem seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Marbach aktiv ist. Die Sitzungen des insgesamt achtköpfigen Ortschaftsrates sind aktuell ausgesetzt. Die Absprachen finden auf dem kurzen Dienstweg vor allem per Telefon statt.

"So haben wir auch auf diesem Weg über den Haushaltplanentwurf beraten, der an diesem Dienstag vom Gemeinderat Leubsdorf verabschiedet werden soll", sagt die Ortsvorsteherin. Trotz der generellen Zufriedenheit - eine Investition wird in diesem Jahr kommen: Die Sporthalle soll eine neue Heizung erhalten. Demnächst werden die Handwerker anrücken. "Wir Mitglieder der Vereinigten Sportgemeinschaft sind überglücklich, dass die Gemeinde Leubsdorf diese Investition in den neuen Haushaltsplan aufgenommen hat", sagt die Vorsitzende der VSG Marbach-Schellenberg, Carolin Klinger, die ebenfalls seit 2014 im Ortschaftsrat sitzt. Karina Richter bescheinigte der bisher vorhandenen Heizung ein sehr hohes Alter. Sie hatte im Oktober 2020 den Geist aufgegeben. Eine Reparatur wäre nicht wirtschaftlich gewesen. "Als Übergangslösung wurde eine mobile Heizanlage beschafft, die gute Dienste geleistet hat", erklärt Carolin Klinger.

Auch wenn zuletzt wegen Corona in dem Gebäude am Sportplatz kein Trainingsbetrieb stattfand, war es wichtig, das Haus zu heizen. Schließlich hätten bei den Minusgraden Wasserrohre einfrieren, platzen und dadurch größerer Schäden entstehen können. Eine weitere Investition erfolgt in Hinblick auf die kommenden Advents-Zeiten. "Wir haben uns für dieses Jahr vorgenommen, die Figuren unseres Schwibbogens zu restaurieren, damit sie durch die künftigen Witterungseinflüsse nicht zerstört werden", sagt Karina Richter.

Ganz wichtig sei für die 63-Jährige, dass trotz Corona bald wieder mehr Normalität einzieht. Sonst bestünde aus ihrer Sicht die Gefahr, dass sich die Leute immer weiter zurückziehen. "Schon im vergangenen Jahr sind viele Veranstaltungen ausgefallen, wenn ich zum Beispiel an das Schwibbogenfest oder das traditionelle Skatturnier der VSG denke", macht sich die Ortsvorsteherin Gedanken.

Auch das gemeinsame Training in den Sportgruppen fehle sehr. Immerhin zählt der örtliche Sportverein rund 140 Mitglieder, die in den Abteilungen Fußball, Handball, Volleyball, Frauensport und Dart organisiert sind. "Grundsätzlich gibt es in unserem Ort viele Aktivitäten, dazu zählen auch die Treffen der Senioren.

Doch wegen der aktuellen Situation wurde im Moment nichts geplant, die Ungewissheit ist einfach zu groß", erklärt die Ortsvorsteherin. Deshalb befinde sich auch der Marbacher Veranstaltungsplan in der Warteschleife. "Wenn es die Bedingungen zulassen, können wir kurzfristig aber sehr viel auf die Beine stellen", ist Karina Richter überzeugt.

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