Ministerin besucht Pflegeheim

Barbara Klepsch war am Montag in der Region unterwegs, um sich in sozialen Einrichtungen umzuschauen. Auch in Eppendorf war Station.

Eppendorf.

Sachsens Ministerin für Soziales und Arbeit, Barbara Klepsch (CDU) hat am Montag das Alten- und Pflegeheim "Zum Pfarrberg" in Eppendorf besucht. Mit dabei waren auch Landrat Matthias Damm (CDU) sowie die Oederaner CDU-Stadträtin Susan Leithoff aus Schönerstadt, die der Ministerin den Tipp für den Besuch in Eppendorf gegeben hatte. "Ich kann aus persönlicher Erfahrung heraus sagen, dass in diesem Heim eine gute Arbeit gemacht wird. Das Haus ist für mich ein Beispiel, was Pflege auszeichnet", sagte Leithoff, die sich am 1. September zur Wahl für den Sächsischen Landtag stellt.

Früher befand sich in dem Gebäude an der Oederaner Straße ein Kindergarten. 2003 öffnete dann nach einem komplexen Umbau das Alten- und Seniorenheim, in dem aktuell 66 Bewohner leben. Sie werden von insgesamt 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten - 35 davon sind Pflegekräfte - betreut. Teil des Teams sind zudem Ergotherapeuten. Im Haus stehen 17 Doppel- und 34 Einzelbettzimmer zur Verfügung. Allerdings gibt es im Moment keine freien Plätze. "Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Bewohner genügend Zeit zur Selbstpflege eingeräumt bekommen. Dabei sind wir uns auch im Klaren, dass dies unter Umständen viel Zeit in Anspruch nimmt", sagte Geschäftsführerin Ilona Vogel. "Unsere Mitarbeiter müssen in ihre Arbeit erkennen, wo die Leute ihre Defizite haben und greifen dann helfend ein. Das hat den Nebeneffekt, dass die Bewohner viel länger mobil bleiben."


"Das Thema gesundheitliche Versorgung und Pflege ist bei mir Thema Nummer eins", sagte die Ministerin. "Für mich ist wichtig, mich in der Praxis inhaltlich auszutauschen und Gedanken aufzunehmen". Insbesondere sei es wichtig, den Pflegeberuf wieder attraktiver zu gestalten, um genügend Fachkräfte zu finden. "Dazu gehört für mich auch, dass eine bessere Bezahlung der Beschäftigten durchgesetzt wird. Dabei ist in der Vergangenheit schon eine Menge geschehen und die Löhne wurden zum Teil deutlich angehoben", sagte Barbara Klepsch.

Zugleich machte sie aber auch auf ein Problem aufmerksam. "In Zukunft muss es eine Veränderung der Pflege-Finanzierung geben. Allein durch die Pflegeversicherung, wie sie heute aufgestellt ist, kann der Pflegebedarf künftig nicht finanziert werden", sagte die Politikerin im Gespräch mit der Heimleitung. Ebenfalls am Montag besuchte sie in Mittelsachsen auch noch Einrichtungen in Leißnig, Hainichen und Freiberg.

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